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Distanzwaffen

Unter Distanzwaffen fallen Bögen, Armbrüste, Wurfwaffen und jegliche anderen Waffen, die dazu konzipiert sind, aus sicherer Entfernung an einem Kampf teilzunehmen. Besonders Jäger und Kundschafter greifen lieber auf Fernwaffen statt auf Nahkampfwaffen zurück, da man mit ihnen nicht so schnell seine Position preis geben muss, wenn der Kampf beginnt. Aber auch aus Heeren sind Schützen kaum wegzudenken, um sich schon vor Beginn der eigentlichen Schlacht einen entscheidenden Vorteil zu sichern.

Kurzbogen

Der Kurzbogen ist die einfachste Art, einen Bogen zu bauen. Man nimmt einen Ast und befestigt eine Schnur daran, wobei sich im Laufe der Zeit die Technik der Kurzbögen glücklicherweise verfeinert hat. Gleich geblieben ist jedoch, dass der kleine Bogen eine hohe Schussfrequenz erlaubt und sehr geringe Kraft zum Spannen benötigt.

Reflexbogen

Der Reflexbogen ist im Grunde eine kleinere Ausgabe eines Kompositbogens. Bei beiden ist die Besonderheit die Form des Bogenschafts, der kurz vor der Sehne auf beiden Seiten eine Kurve nach vorn macht. Dadurch wird auch bei geringer Größe die Zugkraft der Sehne erhöht.

Kompositbogen

Kompositbögen sind sehr aufwendig herzustellen, werden aber als höchste Errungenschaft des Bogenbaus gesehen. Ein Kompositbogen besteht aus mehreren Einzelteilen, die zusammen mit Tiersehnen und Horn verleimt werden. Diese Technik gibt dem Bogen eine hohe Zugkraft und Reichweite im Vergleich zu anderen Herstellungstechniken.

Langbogen

Der Langbogen ist eigentlich dem Kurzbogen nicht unähnlich, wäre da nicht die enorme Größe von oft mehr als zwei Schritt. Diese sorgt für die beachtliche Durchschlagskraft des Langbogens, die allerdings mit einer unterdurchschnittlichen Feuerrate bezahlt wird. Auch ist ein Langbogen schwer zu nutzen und erfordert jahrelange Übung.
Auf Grund seiner Länge ist der Bogen nicht auf einem Pferd nutzbar.

Armbrust

Bei einer Armbrust handelt es sich um einen Bogen, der quer auf einem Griff angebracht wurde. Die Sehne wird meistens durch einen Haken gespannt gehalten, der durch einen Abzug entfernt wird. Dadurch dauert das Laden verhältnismäßig lang, aber die hohe Durchschlagskraft entschädigt dafür. Armbrüste sind sehr einfach in der Nutzung und gerade ungeübte Schützen greifen gerne auf sie zurück.
Eine Armbrust kann man nicht auf dem Rücken eines Pferdes spannen.

Schwere Armbrust

Schwere Armbrüste besitzen eine so hohe Zugkraft, dass sie oft mit der Hand nicht mehr zu spannen sind. Es gibt Modelle mit Kurbeln oder Steigbügeln, die zu diesem Zweck angebracht sind. Eines haben aber alle gemeinsam: Die Durchschlagskraft einer schweren Armbrust ist unübertroffen.
Wie auch bei ihrer kleinen Schwester ist es sehr einfach mit einer Armbrust umzugehen, jedoch ist es unmöglich sie vom Pferd aus einzusetzen.

Reiterarmbrust

Die Reiterarmbrust, auch Miniaturarmbrust genannt, ist die einzige Armbrust, die auch vom Pferd aus verwendet werden kann. Sie kann relativ zügig nachgeladen werden, doch mangelt es ihr an Durchschlagskraft.

Wurfdolch

Ein Wurfdolch hat trotz des Namens relativ wenig mit einem gewöhnlichen Dolch gemein, denn beim Wurfdolch nimmt das Gewicht zur Spitze der Waffe hin zu. Auf einen Griff im eigentlichen Sinne verzichten Wurfdolche völlig. Meistens sind die Griffe nur angedeutet oder durch einen Ring ersetzt, mit dem man sie an den Gürtel hängen kann. Im Grunde ist ein Wurfdolch also einfach nur eine Klinge zum Werfen. Er lässt sich zwar auch im Nahkampf nutzen, aber da gibt es weit bessere Alternativen.

Wurfaxt

Wurfäxte sind äußerst kompliziert ausbalancierte Wurfwaffen. Sie müssen hervorragend gearbeitet sein, damit sie überhaupt funktionieren, und dann muss der Werfer auch noch meisterlich damit umgehen können. Sind diese Anforderungen allerdings erfüllt, können sie einigen Schaden anrichten. Wurfäxte lassen sich zwar im Nahkampf nutzen, bleiben da jedoch nur zweitklassig.

Wurfspeer

Ein Wurfspeer ist deutlich kürzer und leichter als ein Speer, der für den Nahkampf gedacht ist. Er ist so ausbalanciert, dass die Spitze nur ein leichtes Übergewicht hat, damit die Flugbahn möglichst gerade bleibt. Er lässt sich zwar auch im Nahkampf nutzen, da bleibt aber der normale Speer die bessere Waffe.

Schleuder

Die Schleuder ist vielleicht die urtümlichste aller Schusswaffen. Im Grunde handelt es sich um ein Stück Schnur mit einem Sack, in dem das Projektil liegt. Schwingt man die Schleuder und lässt eines der Schnurenden los, fliegt das Projektil nach vorn.
Wer glaubt diese Waffe sei ungefährlich, auf den wartet eine böse Überraschung.

Blasrohr

Blasrohre sind sehr alte Waffen. Durch das bis zu einem Schritt lange Rohr fliegt der kleine Pfeil, der als Projektil verwendet wird, sehr gerade und sicher zum Ziel.
Ein Blasrohr ist sehr einfach zu nutzen und relativ zügig in der Schussfrequenz, doch hat es praktisch keine Durchschlagskraft.