Leider sind wir noch nicht online!
Trage dich hier ein um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir online gehen!


(483 Anmeldungen)

Die Kirche von Mithras

Gebete - Die Ankunft Mithras - De Ecclesia
Ornat der Priesterschaft - Heiligenverehrung

Allgemeines

Die Ankunft von Mithras auf Amhran beendete das alte Zeitalter und begründete eine völlig neue Weltordnung. Auch die offizielle kalendarische Ordnung beruht auf diesem Ereignis: Das Jahr 0 beschreibt das erste Mal, dass Mithras zu den Menschen sprach. Auch die gesamte politische Situation Amhrans wurde durch Mithras komplett verändert. Mithras war es nämlich, der neben der Kirche auch das Königreich gründete und Mydrion zum ersten König von Amhran berief.

Seitdem ist der Glaube an Mithras die vorherrschende Staatsreligion und wenn auch der Glaube an die alten Götter nicht offiziell verboten ist, so ist er doch aus verständlichen Gründen ungern gesehen – schließlich wird die Königswürde durch Mithras legitimiert. Zwar wird der Glaube an die alten Götter bisher nicht mit kriegerischen, dafür aber mit aggressiven diplomatischen und missionarischen Mitteln bekämpft.

Gleichzeitig mit dem Königtum entstand natürlich auch die Kirche von Mithras, die seitdem maßgeblich für die kulturelle und religiöse Entwicklung in Amhran verantwortlich ist. Diese Verantwortlichkeit nimmt die Kirche auch extrem ernst und nutzt ihren Einfluss sehr geschickt zur Meinungsbildung im Volke und auch in der Politik aus – wissend, dass die Macht des Königs auf dem Wohlwollen von Mithras und damit der Kirche basiert.
Das Symbol von Mithras und damit auch von seiner Kirche ist eine stilisierte Sonne.

Der Gott Mithras

Die Darstellungen von Mithras, die seinem Aussehen bei seiner Ankunft entsprechen, sind die eines überlebensgroßen, gerüsteten Mannes, der in goldenes Licht getaucht ist. Das Symbol, die stilisierte Sonne, das man mit ihm verbindet, trägt er auf seinem Umhang. Mithras gilt als Gott der Sonne und der Ordnung und wenn er sich den Menschen offenbart, so tut er dies meist sehr direkt und bedient sich nur selten subtilen Mitteln. Seine Botschaften zu deuten obliegt den Priestern der Mithraskirche.

Der Aspekt der Ordnung

Ordnung ist die oberste Maxime von Mithras. Die alte Gesellschaft von verschiedenen Clans und die alten Götter werden von Mithras als chaotisch und unzivilisiert erachtet. Mithras selbst setzte aus diesem Grunde auch König Mydrion ein, um der Welt und den Menschen seine neue Ordnung zu bringen. Ebenfalls setzte Mithras den ersten Hohepriester Milovan Gomolka ein, um fortan seine Stimme zu sein.

Die drei Grundsätze von Mithras lauten:
Frieden durch Einigkeit
Einigkeit durch Ordnung
Ordnung durch Führung

Der natürliche Zustand des Menschen ist nach Ansicht der Kirche das Chaos, das vor allem von den alten Göttern und von Dämonen verkörpert wird. Die Aufgabe eines jeden Dieners von Mithras ist die Überwindung dieses Urzustandes, um die Ziele der Einigkeit und des Friedens nicht zu gefährden. Alles, was diese Ordnung und die von Mithras eingesetzten Hierarchien gefährdet, wird von ihm und damit auch von seiner Kirche abgelehnt.

Der Aspekt der Sonne

Neben einer neuen Weltordnung steht Mithras auch für das Licht im allgemeinen und gilt als Gott der Sonne. Als erleuchtet oder “im Licht stehend” gilt, wer sich von allen Aberglauben frei gemacht hat und Mithras als einzigen wahren Gott anerkennt.
Der Aspekt der Sonne steht aber auch dafür, dass der Mensch sich als der Welt und der Natur übergeordnet betrachten und sie sich dienstbar machen soll. Zivilisation, ihre Verbreitung und Aufgeklärtheit sind Maxime des Glaubens an Mithras.

Zu den größten Feinden von Mithras gehören Dämonen und Untote, welche ihr Unleben auf dämonischem Wege erhielten.
Es heißt, dass Mithras nach seiner Ankunft die drei Erzdämonen Belial, Asmodeus und Abbaddon in die Unterwelt, die Abyss verbannt habe. Seitdem arbeiten die drei mit aller Macht daran, aus der Abyss zu entkommen und man sagt, dies könne gelingen, wenn die Erzdämonen mehr menschliche Seelen in ihrem Besitz haben als Mithras, da sie aus diesen ihre Kraft schöpfen.
Anders als Mithras haben die Erzdämonen auch Möglichkeiten, selbst absolut reinen Menschen ihre Seelen direkt zu entreißen. Verschiedene Diener von ihnen, wie Feuerputze und Höllenhunde verfügen über die Fähigkeiten. Diese Arten von Dämonen und Untoten sind daher enorm gefährlich und müssen mit allen Mitteln ausgeschaltet werden.

Das Leben nach dem Tod

Die Nachwelt ist in drei Welten aufgeteilt: Aurelium, Purgatorium und Abyss.

Nach dem Tode löst sich die Seele des Menschen von seinem Körper und gelangt in das Purgatorium, ein Ort der Läuterung, in dem über das Leben des Menschen Gericht gehalten wird. Hier erhält die Seele Läuterung und Reinigung von den Sünden, um in das Reich von Mithras, das Aurelium Einlass zu erlangen. Ist eine Seele zu verdorben, um Reinigung zu erlangen, wird sie jedoch in die Abyss hinabgeschleudert, die Welt der Dämonen.

Das Aurelium, auch bezeichnet als die strahlenden Hallen von Mithras befindet sich in der Sonne, wo auch Mithras selbst thront. Das Licht der Sonne, so sagt man, rührt vom strahlen der reinen Seelen, die sich dort befinden.

Wird eine Seele nicht für würdig befunden, in das Reich von Mithras zu gelangen, wird sie den Dämonen des Abyss überlassen. Dort gelangt sie völlig unter die Kontrolle der Dämonen und ist endlosen Qualen ausgesetzt. Aus diesen Seelen ziehen die Dämonen ihre Kraft und können sie beliebig einsetzen. So können sie die willenlosen Seelen in tote Körper einsetzen und so beleben. Dies ist die Art und Weise, auf die die meisten Untoten auf Amhran entstehen. Auch kann durch die Kraft der Seelen eine Pforte nach Amhran geöffnet werden, um dämonische Wesen auf die Welt loszulassen. Es heißt, wenn die drei Erzdämonen genug Seelen gesammelt haben, könnten sie eine Pforte öffnen, die groß genug ist, dass sie selbst der Abyss entkommen können.

Die Institutionen der Kirche

Die Kirche von Mithras ist sehr zentralistisch aufgebaut. Es gibt keine Kirchen oder Klöster sondern nur den großen Tempel in der Hauptstadt von Amhran. Außerhalb dieses Zentrums des Glaubens gibt es allenfalls Gebetsschreine und Statuen von Mithras, an denen die Bürger ihren Glauben ausleben können. Seit dem Feldzug des Königs und der damit verbundenen Lehensfehde jedoch hat sich in Silendir ein weiterer Tempel gebildet. Eine Gruppe um den Erzpriester Hermeno Falkner, die sich den Gegnern von Truchsess von Lichtenwald angeschlossen hat, ist dort dabei, eine zweite Enklave des Glaubens zu errichten. Gottesdienste im klassischen Sinne gibt es nur sehr selten und dann nur zu besonderen Anlässen. Die Aufgabe des Klerus besteht darin, die Ordnung zu bewahren und die Worte von Mithras zu verbreiten. Dies findet dann eher im Rahmen von offiziellen Kundgebungen als festlichen Gottesdiensten statt.

Die Kirche von Mithras ist streng hierarchisch aufgeteilt und umfasst vier Kreise, an deren Spitze der Hohepriester steht. Dessen offizieller Titel lautet „Bewahrer“. Er füllt sein Amt auf Lebenszeit aus. Darunter stehen die vier Erzpriester, die zusammen mit dem Bewahrer den Kirchenrat bilden. Sie überwachen das Verhalten der einzelnen Priester und sind außerdem die höchsten Richter in der Gemeinschaft der Mithrasgläubigen. Zudem gibt es noch die Priester und die Novizen in der Hierarchie der Kirche. Bis auf die Erzpriester und dem Bewahrer befinden sich die Priester meist allein oder in kleinen Gruppen auf Wanderschaft um ihre Aufgaben zu erfüllen. Oft werden sie dabei als Schiedsmänner in Streitigkeiten zu Rate gezogen. Neue Priester beginnen stets im Range eines Novizen und werden von einem oder mehreren Priestern ausgebildet. Diese schlagen ihn beim Rat der Erzpriester dann für die Priesterweihe vor.

Die zweite Institution neben der Kirche von Mithras ist die Sonnenlegion, die seit dem Jahr 612 besteht. Ein Orden von Kriegern, der sich in besonderer Weise dem Kampf gegen Dämonen und Untote gewidmet hat. Im allgemeinen werden sie auch als Paladine von Mithras bezeichnet. Die Hierarchie ist exakt die Gleiche wie in der Kirche, jedoch sind die Bezeichnungen andere. Der Anführer der Sonnenlegion wird als Abt bezeichnet und die vier höchsten Ordensmitglieder schlicht als Berater. Darunter kommen die Streiter und dann die Novizen. Auch die Ausbildung ist identisch mit der in der Kirche. Novizen werden von Streitern bei den Beratern vorgeschlagen und dann zu Streitern ernannt.

Wichtige Persönlichkeiten

Damon Vorbis – Der derzeitige Bewahrer der Kirche von Mithras. Ein hochgewachsener, hagerer Mann aus Nortgard von 67 Jahren. Man sagt, er sei über alle Maßen betrübt über die Abkehr seines Heimatlehens von Servano. Er gilt als freundlicher aber unnachgiebiger Kirchenmann, der die Diplomatie der Gewalt vorzieht, aber den Willen von Mithras notfalls mit allen Mitteln durchsetzen wird.

Kilian Gerasch – Seit nunmehr fast 20 Jahren Abt der Sonnenlegion.

Hermeno Falkner - Der Erzpriester der Mithraskirche schloss sich bald nach der Abreise des Königs dem Fürsten von Silendir an und ist momentan dabei, mit einigen treuen Klerikern eine zweite Enklave der Kirche in Silendir zu errichten. Im Moment ist noch nicht abzusehen, welchen politischen Einfluss diese abtrünnige Priesterschaft auf die weiteren Entwicklungen haben wird.