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Heiligenverehrung
llgemeines
"Die Mondwächter" wird als Bezeichnung sowohl für die Götter des naturreligiösen Pantheon benutzt, als auch für deren Gläubige. Der Begriff beschreibt die Teilung der Welt und der Geschöpfe in die 3 Reiche, denen verschiedene Götter vorstehen.
Grundsätzlich sind die Mondwächter eine Form von Vielgötterglaube, in der kein Gott einzeln angebetet oder bevorzugt wird, da es in den Augen der Gläubigen dieser Kultur genauso wenig möglich ist, Wasser von Land zu trennen, wie man einen Gott vom Pantheon trennen könnte. Demnach glaubt ein jeder Mondwächter an alle Götter, die der Pantheon enthält, hat jedoch eine Handvoll Schicksalsgötter, die er mit seiner Geburt und Taufe erhält, und von denen behauptet wird, sie würden das Leben ihres Schützlings für den Rest seiner Zeit auf Erden beeinflussen.
Geboren aus dem Altertum, einer Zeit vor Mithras' Lehren, beherrscht der Glaube der Mondwächter noch heute viele Menschen aus abgelegeneren Gebieten und ländlichen Gegenden. Bis zum heutigen Tage kämpft die Mithraskirche mit aller Macht darum, die Verbreitung dieser Religion ein für alle Mal auszulöschen, stellt sie doch eine Gefahr für die "wahren Gläubigen" und deren Seelenheil dar. Bisher konnte sie jedoch nur in dichter besiedelten Gebieten Erfolg verzeichnen.
Das größte Hindernis hierbei stellt wohl die Duldsamkeit der Mondwächter dar, die auch die Koexistenz mit Menschen akzeptieren, die von der Mithraskirche als "Gesindel" oder gar "besessen" und "von Grundauf böse" bezeichnet werden, und auch deren völlig zerstreute Struktur. Wie der Schlange den Kopf abhacken, wenn sie keinen besitzt? Demnach sind es bisher nur kleine Einzelsiege, die die Mithrasdiener verzeichnen konnten, denn es ist eine mühsame, langwierige Angelegenheit, Stück für Stück die Lehen und deren Bevölkerung zu bekehren.
Dieser Krieg des Glaubens ist jedoch rein religiöser Natur und nur wenige Adelige beteiligen sich aktiv an dem "Kampf gegen die Ketzer". Einerseits, weil die Mondwächter kaum einen "politischen Schaden" anzurichten vermögen, andererseits auch, weil immer noch viele Menschen aus alten Familien Traditionen und Riten der Mondwächter ausüben. Wo jedoch der Mithrasglauben einen eisernen Griff um die religiösen Vorstellungen der Menschen hat, begegnen die Bürger den Mondwächtern mit großem Misstrauen, Ablehnung, und teilweise auch offenem Hass.
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elten
Die Mondwächter folgen der festen Ansicht, dass Amhran drei Erinnerungen besitzt, aus denen sich der Schicksalsfaden und die Zeit spinnen, um das Gewebe der Welt zu formen. Keine dieser Welten besitzt eine Gesinnung, sie alle werden als neutral angesehen und besitzen verschiedene Götter, die in ihnen wirken und hausen.
Innerhalb dieser Welten ist ein jeder Bewohner beseelt und belebt und alleine die Hinwendung zu den Göttern und deren Anbetung ermöglicht es dem Menschen, diese Bewohner so zu sehen und zu erleben, wie sie wahrlich sind. So wird eine Kräuterfrau der Mondwächter nicht nur lernen, welche Pflanze in welcher Form einzusetzen ist, sondern auch deren Herkunft, Wachstum und die Atmosphäre, aus der sie entstammt, erforschen, um somit die tatsächliche Wirkung selbst zu erkennen und zu verstehen.
Im Folgenden findet sich eine Kurzbeschreibung der Welten und was sie enthalten:
Faun - Faun ist die Welt der lebendigen Wesen innerhalb der sterblichen Welt. Faun enthält nicht nur ein jedes Tier, sondern auch jedes Insekt und auch die Menschenvölker ansich.
Flor - Flor stellt die allesumgebende Welt der Gezeiten, Naturgewalten, Elemente und auch Pflanzen dar.
Fing - Fing, auch als Anderswelt bekannt, ist die Heimat der Übernatürlichen, seien es Drachen, Einhörner, Untote oder gar Dämonen.
Die Einteilung der drei Welten hat für den Gläubigen ansich lediglich dann eine Bedeutung, wenn es darum geht seinen Gott korrekt zu ehren und zu ihm beten zu können, eine Trennung einer Welt von einer anderen oder die Anbetung nur einer Welt ist nicht möglich und entspricht innerhalb der Mondwächter der Häresie, also Götterlästerung.
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läubigen
Die meisten Mondwächter stammen aus Familien, die diesem Glauben bereits seit vielen Generationen anhängen und zumeist auch aus Siedlungen und Dörfern stammen, die den Glauben teilen und ebenso weiter verfolgen. Diese Siedlungen werden häufig als "Clans" bezeichnet, während die größeren Dörfer sich zumeist aus einer Sammlung verschiedener im Umfeld und im Dorf selbst angesiedelter Clans zusammensetzen. Oft liegen beachtliche Distanzen zwischen den einzelnen Häusern einer Gemeinschaft, sodass die Gesellschaftsabende zu Vollmond, an denen die Clansmitglieder sich auf ihrem erwählten Festplatz zusammenfinden, einen wichtigen Bestandteil ihrer Welt darstellen. Diese Gesellschaftsabende werden "Sermo", also Gespräch, genannt und sind gefüllt mit Gesängen, Musik, Geschichtenerzählerei, aber auch dem Austausch von Neuigkeiten, Klatsch und Tratsch.
Die Mondwächter haben kein Glaubensoberhaupt und keine festen Strukturen innerhalb ihrer Gemeinschaft. Eher schon wird der Alltag der Gläubigen von einer Form von Rat der Ältesten begleitet, die mit Rat und Belehrung unterstützen, während die Bevölkerung ihre spirituellen Probleme den Druiden zuträgt. Die Mondwächter legen großen Wert auf Verantwortungsgefühl und Selbstentscheidung, was sich vor allem darin äussert, dass sie nur in Notfällen Befehlsketten entwickeln. Ein jeder Gläubige ist selbst dafür verantwortlich, seine Probleme zu überdenken, und im Falle einer Notwendigkeit den Ältestenrat um Ratschläge oder Hilfe zu bitten oder einen Druiden aufzusuchen, um dessen geistliche Führung zu erfahren; nur in den äussersten Notfällen wird ein Druide oder der Rat von sich aus Aktion ergreifen und einzelne Clansmitglieder befragen.
Berühmte Persönlichkeiten innerhalb der Mondwächter
Fürst Lazarus Valke von Rabenstein - Der Lehensherr Ravinsthals ist bekannt für seinen Glauben an den Pantheon und auch dafür, nicht nur einen Mithraskleriker für abfällige Worte über die Mondwächter mit Prügel und Schimpf aus Ravinsthal verjagt zu haben. Dennoch scheint er mithrasgläubige Einwohner durchaus zu dulden - solange sie sich zu benehmen wissen, wie er es gerne auszudrücken pflegt. Obschon es unklar ist, wer die Nachfolge des alten Fürsten antreten wird, so ist doch klar, dass auch dieser den Mondwächtern seinen Tribut zollen wird. Allein schon, um die Bevölkerung Ravinsthals auf seiner Seite zu halten.
Ebenso ist es inzwischen in ganz Amhran bekannt, dass die Mithraskirche jeglichen Bekehrungsversuch der Ravinsthaler Regentschaft aufgegeben hat und das Lehen schlicht als blinden Fleck auf der Karte Amhrans führt.
Czyne Tijana Marijana von Faramund - Die berüchtigte Landadelige aus Hohenmarschen, die sich gerne mit "Nenn mich Czyne!" vorstellt, mag auf den ersten Blick vielleicht harmlos und naiv erscheinen. Eine freundliche, heitere ungefähr 30 Jahre alte Frau mit braungebrannter Haut und Engelslöckchen, doch zählt sie unter den Mondwächtern ganz Amhrans als eine der mächtigsten Druidinnen schlechthin. Gerüchte erzählen davon, dass sie als Kind in einem Kloster des Mithras aufwuchs, bis sie eines Tages auf bisher ungeklärte Weise von dort verschwand, um ein Jahrzehnt später plötzlich im Kreis der Mondwächter-Druiden aufzutauchen und große Schlachten und Kriege für die Zukunft nach 1400 zu prophezeien. Wie alle Druiden ist sie eine Wanderpredigerin und zieht von Ort zu Ort, um den ansässigen Mondwächtern bei deren Zeremonien und Ratssitzungen beizustehen.
Raik Askolt - Eine weitere, eher stille Legende unter den Mondwächtern stellt der zweite Berater des Fürsten von Silendirs dar. Raik Askolt, seines Zeichens Druide der Mondwächter, gilt als stiller, zurückhaltender und bedachter Mann, der auf die meisten Menschen eher ein wenig verschlafen und phlegmatisch wirkt. Wer ihn jedoch innerhalb der Druidenzirkel kennenlernte, spricht seinen Namen nur leise und atemlos, und wispert davon, dass diesem Manne eine gar unheimliche Ausstrahlung anhafte, die einem "vernünftigen Menschen" kalte Schauder über den Rücken jage. Ebenso herrschen Gerüchte darüber, Askolt sei derjenige, der hinter den angeblichen Machenschaften Silendirs gegen Servano stecke, um damit vor allem den Mithrasglauben zu treffen... und wer hätte hierfür eine bessere Ausgangslage als ein Berater des Fürsten?
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ruiden
Im Fall der Mondwächter bezeichnet "Druide" eigentlich eine Mischform des Glaubensoberhauptes und enthält Aspekte eines normalen Priesters ebenso wie Aspekte von Schamanentum und eine gesonderte Form von Gesetzgebung und Richtertum.
Ein Druide der Mondwächter hat eine sehr anspruchsvolle und oft auch schwierige Position. Einerseits vertritt er alle Götter des Pantheons auf einmal, andererseits muss er für das Seelenheil der Mondwächter sorgen, indem er sowohl Zeremonien und Riten für die Gemeinschaft plant und umsetzt, als auch indem er ihnen Richter und Schlichter ist. Neben dieser wichtigen sozialen Bedeutung sind Druiden allerdings auch die Hüter und Bewahrer des Geheimwissens der Mondwächter und dafür zuständig, das von ihnen gesammelte Wissen an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben.
Druiden ist es verboten, diese geheimen Lehren und Traditionen niederzuschreiben. Lediglich das Notieren von Segenssprüchen, Gebeten und auch Gedichten ist erlaubt, solange es in der sogenannten "Ogham"-Schrift geschrieben wurde und damit ausschliesslich Druiden und Barden zugänglich bleibt.
Viele tausende Texte jedoch werden aus der puren Erinnerung rezitiert, nur in den Köpfen der Druiden vorhanden. Es ist daher für einen Druiden unumgänglich, ein ausgezeichnet geschultes Gedächtnis zu besitzen, um diese Lehren nicht nur weitergeben zu können, sondern auch zu deuten, wenn es notwendig wird.
Neben der aus einzelnen Strichen an einem Faden bestehenden Ogham-Schrift verfolgen Druiden auch die Kunst des Knochenwerfens. Das Knochenwerfen an sich gleicht stark dem Runenwerfen, besteht das hierfür benutzte Werkzeug doch aus einer Sammlung von 21 gravierten Knochen, die einzelne Götter und deren Eigenschaften darstellen. Gedeutet werden die Knochenwürfe jedoch eher wie Tarot, und dienen damit dem Vorhersagen der Zukunft, aber auch der Aufschlüsselung einer aktuellen Situation oder auch Konflikten zwischen zwei Menschen.
Knochenwürfe werden auch für die Deutung der Schicksalsgötter bei der Weihe eines Säuglings benutzt.
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chicksalsgötter
Als Schicksalsgötter werden jene "göttlichen Paten" bezeichnet, die einem Mondwächter als Säugling zum Zeitpunkt seiner Weihe zugesprochen oder vorhergesagt werden. Aus ihrer Konstellation und Kombination soll es möglich sein, nicht nur die Zukunft und das Schicksal des Mondwächters in seinem späteren Leben zu deuten, sondern auch Rückschlüsse auf seinen späteren Charakter und seine Talente zu ziehen.
Kinder der Mondwächter werden im Alter von 6 bis 12 Monaten im Zuge der Sommer- oder Wintersonnenwendenfeste dem zeremonienleitenden Druiden vorgeführt, auf dass er die Zeichen der Geburt deuten kann, und dem Kind seine Schicksalgötter vorhersagt. Dies gibt jedoch noch keinen Aufschluss darüber, wann sich dem Kind welcher Gott offenbart und in welcher Form dies geschehen wird - die Götter aus Flor, Faun und Fing sind für ihre Rätselhaftigkeit und Unberechenbarkeit bekannt.
Egal welcher Gott also dem Kind als Schicksalsgott prophezeit wird und sei es die Göttin des Krieges und Todes, es bedeutet nicht automatisch, dass dieses Kind sein Leben immer als Krieger führen wird - durchaus ist es möglich, dass dieser Mensch den Großteil seines Lebens als friedlicher Bauer führt und eines Tages durch ein unglückliches Ereignis dazu gezwungen wird, in den Krieg zu ziehen.
Normalerweise erhält jedes Kind auf diese Art zwischen drei und sieben Götter zugewiesen, selten weniger, ebenso selten mehr als diese Anzahl.
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In der Glaubensvorstellung der Mondwächter ist ein jedes Kind von den Göttern gesandt, um die Liebe zweier Menschen zu entlohnen. Die menschliche Seele ist ihrer Meinung nach ein Zusammenspiel aus dem Wirken verschiedener Götter, was sich vor allem in der Tradition des Runenwerfens verdeutlicht. Der Leib des Kindes ist es, der von den Eltern geschaffen wird, ähnlich eines handwerklichen Vorganges geschaffen aus den Gaben, die sie aus der Natur erhielten. Diverse Aberglauben und Traditionen ranken sich daher darum, wie die Eltern beeinflussen können, ob das Kind ein Junge oder ein Mädchen werden soll.
Diese kleinen "Tricks" rangieren von einer bestimmten Tages- oder Jahreszeit, in der die Eltern zusammenkommen sollen, bis hin zu Anleitungen, welche Speisen vor und nach der Zusammenkunft konsumiert werden sollen, um das Geschlecht zu beeinflussen. Natürlich wird hierbei auch kräftig den Erzeugnissen der Alchemie zugesprochen, gibt es doch derer unzählige Tränke die der Liebe und der Geburt zuträglich sein sollen.
Ebenso wie die Geburt von Natur und Göttern beeinflusst ist, gilt jedoch auch der Tod als ein Vorgang, den der Mensch selbst nicht lenken kann. Stirbt jemand, so wird behauptet, die Zeit dafür sei eben einfach gekommen oder aber dass es der Wille der Götter sei, diesen Menschen wieder zurück zu holen.
Die Mondwächter kennen kein Leben nach dem Tod, sondern sind der Ansicht, dass der Leib und die Seele sich ebenso wieder zersetzen, wie sie zusammengefügt wurde - die Aspekte der Seele teilen sich wieder auf die Götter auf, von denen sie kamen und der Leib vermischt sich wieder mit dem Erdreich, den Pflanzen und den Tieren, aus denen er stammte. Dieser Kreislauf wird als "das Lebensrad" beschrieben und trägt viel zu dem Respekt und der Vorsicht der Mondwächter bei, wenn sie mit der Natur ansich, aber auch mit Tieren hantieren.
Rücksichtsloser Umgang mit Pflanzen oder Tieren ist ihnen schon alleine deshalb ein Gräuel, weil es dem Lebensrad spottet, und gerüchtehalber auch die Geburt von Kindern beeinträchtigt. So wird des öfteren davon gemunkelt, dass in der Nähe von abgeholzten Wäldern oder frisch angelegten Steinbrüchen die Geburtenrate drastisch sinke. Ebenso wird gerne behauptet, dass die vielen Unfälle, die bei so groß angelegten Aktionen geschehen, dadurch entstehen, dass die Natur versucht, ihre Wunden mit den Leibern der Verunfallten zu heilen.
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antheon und die
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Wie erwähnt teilt sich der Pantheon an sich in 3 Welten, denen verschiedene Götter zugeordnet sind. Je nachdem, welcher Welt ein Gott entspringt, werden ihm auf verschiedene Arten Lobpreisung und Opfergaben gewidmet, um ihn zu ehren oder seine Unterstützung anzurufen. Hierbei ist es im Volksmund bekannt, dass die Schicksalsgötter eines Hilfesuchenden eher für Unterstützung zu gewinnen sind, als schicksalsfremde Götter - allerdings fehlt bisher allgemein der Beweis, dass, egal welcher Gott angerufen wird, die Geschehnisse überhaupt auf seine Taten zurückzuführen wären und nicht nur bloßer Aberglaube sind.
Mithras wird von den Mondwächtern durchaus als Gott akzeptiert, jedoch stehen seine Lehren und seine Ziele derart mit dem Pantheon in Konflikt, dass die Mondwächter ihn eher als Gefahr und Bedrohung wahrnehmen. Der "neue Gott" der Amhraner und seine Ordnungsliebe und Strenge widersprechen der Weltanschauung des Pantheons und sorgt zu oft für Konflikte.


