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Das Rittertum

Kapitel

Herkunft und Bedeutung

Ritter sind als wehrfähige und im Kampfe geschulte Bürger oder Adelige die Grundpfeiler eines jeden Heers und einer jeden Wache. Ihre tiefgreifende und umfassende Schulung in Strategie, Taktik, Umgang mit Waffen und Rüstungen und dem Umgang mit Adel und Klerus ermöglicht es den Rittern, als fähige und vor allem spezialisierte Heeresführer zu fungieren, Wachen und Befestigungen zu verwalten, den Grund und Boden ihres Dienstherren zu verteidigen und sich im Kampfe gegen Widersacher auf eine Art zu behaupten, die sie vom einfachen Kriegervolke hervor heben.

Ritter entstanden aus der Notwendigkeit des Landadels, die größeren Ansammlungen von bewaffneten und kampferprobten Soldaten innerhalb der Landesgrenzen unter Kontrolle zu halten und für die eigene Sache zu verpflichten. Ein Ritterschlag der Anführer solcher Truppenverbände ermöglichte es, diese durch gott- oder göttergeschworene Loyalität für die eigene Agenda zu verpflichten, und Putschversuche und gewaltsamen Thronraub zu unterbinden.

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Das Rittertum auf Amhran hat eine ähnlich lange Tradition wie das Freiherrentum, und entwickelte sich ebenfalls aus der schieren Notwendigkeit des täglichen Lebens. Während der Freiherr in seiner Funktion als Landbesitzer und damit auch Schirmherr seiner Einwohner einen relativ selbstverständlichen Weg zum Adel hin antrat, gingen die Ritter einen denkbar unterschiedlichen Weg.
Vom Anbeginn der Zeit an hatte der Adel mit der Verfügbarkeit von bewaffneten Truppen zu ringen. Zwar stellte es sich selten als Problem dar, Kämpfer als Wachen anzuheuern und somit die alltägliche Sicherheit auf dem eigenen Grund und Boden zu sichern, doch war das Gemüt des gemeinen Kämpfers von jeher solcherart, dass Loyalität und Befehlsgehorsam leichter zu etablieren waren, wenn der Befehlshaber und Anführer selbst dem kämpfenden Volke angehörte. Das Rittertum entstand aus dieser zwiegespaltenen Notwendigkeit: Zwar war es notwendig, einen Kämpfer zum Anführer der Truppen zu erheben, war dieser jedoch nicht dem Adel angehörig, lief der Landesherr nur zu leicht Gefahr, durch einen Putsch der im Kampf überlegenen, eigenen Truppen Hof und Heim zu verlieren.
Die Lösung bot sich in der Erschaffung des Rittertums, einer Kaste von Kriegern, die zwar grundsätzlich bürgerlichen Standes waren, jedoch durch Eidschwörung in den Dienst eines Adeligen selbst in den Adel aufsteigen konnten.
Die Gründung des Amhraner Ritterordens durch die verbliebenen Fürsten und Reichsritter schließlich markierte auch die Vereinheitlichung des Rittertums, und fasste alle bestehenden Ritter unter der Schirmherrschaft des Ordens zusammen. Mit dem Orden - und der vom Orden proklamierten Einführung der Ritterkodizes - erfuhr das Rittertum einen Aufschwung, wie es ihn zuvor nicht gekannt hatte.

Ausbildung und Werdegang

Die Ausbildung und der Werdegang eines Ritters beginnen in jedem Fall mit dem Knappentum, also der Lehre und Leibeigenschaft im Dienst eines ausgebildeten Ritters. Der Knappe begleitet für die Dauer seiner Ausbildung den Ritter in dessen täglichen Pflichten und Unternehmungen, kümmert sich um dessen Ausrüstung und Pferd, nimmt an Waffenübungen teil und erlernt so nicht nur den Umgang mit Rüstung, Waffe und Pferd, sondern auch die praktische Anwendung des erwählten Kodex, das Verhalten vor Volk und Adel und die benötigten Fähigkeiten im Kampf.

Nicht jeder Knappe wird allerdings auch zum Ritter geschlagen, denn nicht nur stellt der ausbildende Ritter an seine Knappen höchste Ansprüche, auch der Ritterorden selbst ist tunlichst darauf bedacht, das Ansehen von Rittern reichsweit hoch zu halten. Knappen können jederzeit aus dem Dienst des Ritters entlassen werden, und müssen ihre Ausbildung dann bei einem anderen Ritter von Neuem beginnen, sofern das Rittertum weiterhin ihr Ziel ist.

Hat ein Knappe schließlich aber seine Ausbildung zur Zufriedenheit seines Lehrmeisters abgeschlossen und seinen Kodex verinnerlicht, ist der Lehrmeister dazu berufen, seinen Schüler dem Orden vorzustellen, und um einen Ritterschlag zu bitten. Üblicherweise reichen für eine Genehmigung dieses Ritterschlags die Fürstimmen von drei weiteren Rittern, oder aber die Fürstimme des Ordensmeisters, der auch ein Recht auf Einspruch bei der Ernennung von Ritterkandidaten hat. Mit dem Ritterschlag übernimmt der Lehrmeister - zumindest in den ersten Monaten - auch die Verantwortung für den frischgebackenen Ritter, und ist somit dazu verpflichtet, dessen Taten zu Beginn mit wachem Auge zu verfolgen. Erst durch die Einschwörung auf einen anderen Adeligen ist der Lehrmeister von dieser Pflicht entbunden.

Ein frisch geschlagener Ritter gehört in erster Linie dem Stand des Bürgers an und benötigt daher auch kein Gefolge. Das Rittertum gilt außerhalb der Vereidigung als ein Prädikat für fähige Anführer und wird durchaus mit Respekt behandelt, allerdings zählen unvereidigte Ritter nicht zum Adel. Erst mit dem Ablegen eines Eides, der auch beim Ritter vom Klerus der jeweils dominanten Religion bezeugt werden muss, gilt der Ritter als Teil des Adels, und benötigt somit auch Gefolge in Form von Kriegern, Soldaten, Wachen, oder anderen bewaffneten Truppen.

Ist der Eid jedoch abgeleistet, wird er gelöst oder gebrochen, so verliert der Ritter ebenso wieder seinen Adelstitel und zählt wieder als Bürger. Den Ritterschlag hingegen kann ein Ritter nur verwirken, indem er gegen seinen Kodex verstößt, oder den Ruf des Ritterordens in einem solchen Maße schädigt, dass dieser einen Ausschluss erwirkt.

Jeder Ritter kann zu einem Zeitpunkt nur einen Knappen in seine Dienste stellen. Weitere Kandidaten können als Pagen ins Gefolge des Ritters eintreten, werden jedoch selten besser als Frohndienst ableistende Leibeigene angesehen, und stellen für die bestehenden Knappen häufig ungeliebte Konkurrenz dar.

Der Ritterorden

Die Aufgabe des Ritterordens ist es, durch den Zusammenschluss aller Ritter auf einer ideellen Ebene das Ansehen von Rang, Status und Bedeutung des Rittertums auch über die Grenzen des Mithrasglaubens hinweg zu erhalten. Zwar munkelt so manche böse Stimme, dass diese Behelfslösung eine Schande für einen jeden mithrasgläubigen Ritter sei, und derlei Zugeständnisse gegenüber den Mondwächtern ein Affront gegen die proklamierte Ordnung des Reiches darstellten, doch spricht der Erfolg des Ritterordens gegen solcherlei Schwarzsehen.

Der Zweck des Ordens beläuft sich auf den Erhalt der moralischen Grundwerte innerhalb der Ritterschaft, und stellt sich somit gegen einen sittlichen Verfall der Ritterkaste. Der Anspruch an die Treue des Ritters zum eigenen Kodex ist somit nicht nur moralischer und religiöser Natur, sondern wird auch durch die übergeordnete Herrschaft des Ritterordens zusätzlich gefordert. Der Ritterorden Amhrans ist somit nicht nur in der Lage, Ritterschläge unabhängig vom Adel durchzuführen, sondern auch, Rittern ihren Status zu entziehen, und sich somit von den schwarzen Schafen der Ritterschaft zu befreien, wenn nötig.

Natürlich ist solcherlei Einmischung in die Angelegenheiten des Adels ein politischer Seiltanz, und birgt so manche Gefahr für jene, die ihn tanzen. Aufgrund dieser Problematik und des Unwillens der Ordensmeister dazu, sich gegen den Adel zu stellen, bezog der Ritterorden von jeher eine neutrale, unpolitische und passive Haltung, und distanziert sich davon, als geeinte Institution aufzutreten, Meinungen zum politischen Geschehen zu äußern, oder über die inoffiziellen Grenzen seiner Zuständigkeiten hinaus zu agieren.

Der normale Einwohner Amhrans bekommt somit vom Ritterorden kaum etwas mit, und selbst der durchschnittliche, rechtschaffene Ritter hat mit dem Orden höchstens während der häufigen Turniere zutun, die dieser organisiert.

Anders jedoch stellt sich die Lage dar, wenn ein Ritter gegen seinen Kodex verstößt, denn in solchen Fällen findet sich der Übeltäter rasch einer geeinten Front gegenüber, die ihn in seine Schranken verweist, oder ihm im schlimmsten Fall Titel und Leben abspenstig macht.

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"Der heilige Ritterorden des Löwen zu Amhran" wurde im Jahr 1014 nach Mithras durch die erstmals vollzählig vertretenen Ritter aller sieben Lehen gegründet, und berief sich in jener Zeit vor allem auf die Bereitstellung eines geordneten, loyalen Heeres im Dienste des Königshauses. Der zu Beginn kleine Orden wuchs jedoch durch die schiere Zahl an im Feld zum Ritter geschlagenen Soldaten zu einer solchen Größe heran, dass er nicht nur mehrmals aufgelöst werden musste, um seinen Namen nicht völlig zu entwerten, er verlor durch die Einmischung der frisch ernannten Fürsten und Freiherren in dazumals noch abgelegenen Regionen auch rasch an Bedeutung und geriet in Vergessenheit.
Erst mit dem ersten Feldzug gegen Indharim im Jahr 1361 gewann der Ritterorden durch die öffentliche Proklamation der Mitgliedschaft durch die geeinten Reichsritter wieder an zunächst noch rein ästhetischer Bedeutung zurück. Kaum jemand außerhalb der Riegen dieser höchsten Ritter schenkte jedoch dem dezenten Löwensymbol irgendeine Form von Beachtung, und auch in den Annalen des Reiches fand der Ritterorden keine gesonderte Erwähnung mehr.
Im Jahreswechsel zu 1404 nach Mithras schließlich ergab sich durch schiere Not jedoch die Wiedergeburt des zuvor wenig einflussreichen Ordens; mit dem Tod und Wegfall eines Großteils der Reichsführung, der immer noch andauernden Abwesenheit des Königs und der Gefahr eines aufziehenden, flächendeckenden Bürgerkriegs in Amhran erhoben die verbliebenen Reichsritter und Fürsten den Ritterorden aus schierer Not aus der Asche seiner Vergangenheit, und wiesen ihm einen Platz an der Spitze der Reichsordnung zu.
Die Führung des Ordens wird von jeher vom Ordensmeister übernommen, der üblicherweise das älteste, erfahrenste und angesehenste Mitglied ist, und erst mit dessen Tod wechselt. Auch der Ordensmeister unterliegt allerdings den Ansprüchen an das Rittertum, und kann seinen Rittertitel ebenso wie alle anderen Ritter durch Bruch des Kodex verlieren.

Der Kodex

Ein jeder Ritter unterliegt dem Anspruch, einen Kodex zu befolgen und zu vertreten, und diesen auch seinen Knappen beizubringen, jedoch besteht keine wirkliche Einigkeit darüber, was dieser Kodex nun tatsächlich enthält. Selbst der Vergleich zwischen zwei der ehemaligen Reichsritter würde bereits Verwirrung mit sich bringen, denn kaum ein Ritter befolgt die selben Wertigkeiten, die ein anderer als seinen Kodex vertritt.

Der Kodex wird oft zitiert und erwähnt, stellt jedoch in seiner Reinform kein tatsächliches Schriftstück dar, und unterliegt daher abhängig von Ritter, Region und Religion einer Reihe von verschiedenen Auslegungen und Abwandlungen. Der Kodex umfasst demnach nicht nur idealisierte Ideen, die ein einzelner Mensch unmöglich in voller Abdeckung erfüllen könnte, sondern auch soviele verschiedene Ideologien, dass diese sich bei Betrachtung des Gesamtwerks teilweise sogar widersprechen. Üblicherweise weist der Kodex eines Ritters mindestens fünf - und oft mehr - Tugenden auf, von denen drei feste Bestandteile Treue zu Amhran, Worttreue und Verlässlichkeit, und Wahrung der rechten Standesordnung lauten.

Dennoch wird der Wert, das Ansehen und der Status eines Ritters vor allem daran bemessen, wie resolut er seinen Kodex einhält, und wie umfangreich dieser ist - das Streben nach Perfektion, auch abseits der Kampffähigkeiten, ist somit einer der Kernansprüche an das Rittertum. Wer seinen Kodex auf eine Art bricht, die es anderen möglich macht, den Bruch zu beklagen, der riskiert den Verlust seines Rittertitels und lebenslange Schande.

Es gibt zwar derer mehrere Dutzend Rittertugenden, die im Laufe der Zeit in den verschiedenen Kodizes auftraten, doch gelten die folgenden Tugenden als am weitesten verbreitet:

  • Aufrichtigkeit bedeutet, dass vor dem Gesetze und dem Klerus stets die Wahrheit gesprochen wird. Idealisiert spricht ein Ritter stets und immer das aufrichtige Wort.
  • Edle Gesinnung bedeutet die Ehrung und Hochhaltung des vorbildlichen, regelhaften Verhaltens und des adeligen Gehabes. Idealisiert verhält ein Ritter sich stets als ehrenhaftes Beispiel für sein Gefolge.
  • Bescheidenheit bedeutet das rechte Maß zu halten, und in allen Lebenslagen, sei es Feierlichkeit, Liebe oder Gemüt, einen ausgeglichenen Mittelweg zu finden. Idealisiert gibt ein Ritter sich weder der Völlerei, noch der Sauferei oder Hurerei hin, und lebt ein züchtiges, gottesfürchtiges Leben.
  • Verlässlichkeit bedeutet, dass ein Ritter stets zu seinem Wort steht, das so sicher zu gelten hat, wie die Unterschrift in einem Vertrag. Idealisiert steht ein Ritter selbst dann noch zu seinem Wort, wenn es seinen sicheren Tod bedeutet.
  • Ansehen und Würde bedeuten, dass der Ritter sich stets würdevoll benimmt, sich nicht zu Beschimpfungen oder tätlichen Angriffen auf Adelige oder andere Ritter außerhalb der Turniere oder Duelle hinreißen lässt, und Meinungsverschiedenheiten mit anderen Rittern oder Adeligen auf ritterliche Weise geklärt werden. Idealisiert gelten diese Werte auch für das einfache Volk bis hin zum Bettelmann.
  • Freigiebigkeit bedeutet im Kern Hilfsbereitschaft und Güte, also die Bereitschaft, anderen schuldlos in Not geratenen Rittern beizustehen und zur Hilfe zu eilen. Die Freigiebigkeit umfasst jedoch auch die Bereitschaft, dem eigenen Glauben und dessen Vertretern zu spenden, und idealisiert auch notleidender Bevölkerung beizustehen.
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Weitere Tugenden, wie sie in anderen Kodizes vorkommen, sind die folgenden:
  • Zucht, also die strenge Erziehung nach festen Regeln, der Anstand nach gesellschaftlichen Ansprüchen, die Wohlerzogenheit, die dem Adel gebührt. Da diese Ansprüche nur in dichter besiedelten Regionen, oder aber von Nachkommen Adeliger erfüllt werden können, ist diese Tugend nur in seltenen Fällen vertreten.
  • Höfischkeit, also auch Höflichkeit, ist ebenfalls eine hin und wieder vertretene Tugend, fand sich jedoch bisher nur in den Kodizes von Silendirern und Löwensteinern, und ist selbst dort nicht automatisch vertreten.
  • Demut gilt als eine Tugend, die vor allem unter Mithrasgläubigen Anklang findet, und mit zu dem Aufschwung des Glaubens als Geburtsstätte des Adels beitrug. Unter Demut wird in Zusammenhang mit dem Kodex vor allem der Respekt gegenüber der Ständeordnung bezeichnet, sowie die Religiösität und Hochachtung der Kirche.
  • Güte, auch Freundlichkeit genannt, scheint hingegen wieder häufiger im Landadelsrittertum vertreten zu sein, und pflegt engen Kontakt zu den Schwernissen des Landlebens, und der Notwendigkeit, einander dort beizustehen.
  • Tapferkeit ist eine Tugend, die durch deren schwere Deutbarkeit einer Vielzahl von Auslegungen unterlag, und somit nicht als eine einzelne Tugend gewertet werden kann. Zwar findet die Tapferkeit durchaus auch häufiger eine Erwähnung in den Kodizes, doch wird sie stets in Zusammenhang mit dem Ritter, der sie vertritt, bewertet.

Adel und Rittertum

Ritter zählen, wie bereits erwähnt, nicht automatisch als Adelige, sondern als Bürger mit einer gewissen Sonderstellung. Ähnlich wie es beim Klerus, also Priestern und Druiden, der Fall ist, gilt der Bürgertitel für den Ritter immer, und kann nicht ohne Einwirken des Ritterordens entzogen werden.

Hat ein Ritter jedoch den Diensteid bei einem Adeligen abgelegt, so gilt auch der Ritter als adelig, und hat somit auch Zugang zu Gelegenheiten, die ein normaler Bürger nicht hat, wie zum Beispiel der Betrieb von Wehranlagen wie Burgen, Wachtürme oder Bastionen, also Gebäude, die fundierte Kenntnis des Kriegshandwerks voraussetzen.

Neben der Einhaltung des Kodex und dem Finden eines Dienstherren, der gewillt ist, den Ritter in die eigenen Dienste aufzunehmen, muss ein Ritter sich allerdings auch mit den Vertetern des in seiner Region dominanten Glaubens auseinander setzen. Der Ritterschlag an und für sich setzt nämlich zwar keine Zustimmung durch den Klerus voraus, allerdings muss auch die Vereidigung eines Ritters von Klerus begleitet und bezeugt werden, um Gültigkeit zu erlangen.

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Die Beziehungen zwischen Adel und Rittertum waren von jeher eher gespannt; einerseits sind Ritter ein unverzichtbares Werkzeug für jeden Freiherren oder Reichsadeligen, andererseits bietet die Ausbildung eines Ritters diesem eine Vielzahl an Werkzeugen, Wissen und Fähigkeiten, um unvereidigte Ritter zu einem gewissen Problem für Adelige zu machen.
Auch für den Ritter ist die Wahl eines Dienstherren und die Vereidigung in dessen Dienste durchaus von Vorteil. Leistet ein Ritter seinen Eid unter einem Adeligen, so gilt auch der Ritter als adelig, und bezieht seinen neuen Rang und Status vom Einfluss und dem Rang seines Eid- und Dienstherren. Dies bedeutet, dass ein Ritter, der zum Gefolge eines Adeligen zählt, seine Rechte auch im gesamten Gebiet seines Dienstherren beanspruchen kann, während ein unvereidigter Ritter zwar immer noch als Ritter gilt und einen besseren sozialen Status einnimmt, als ein normalsterblicher Freier, allerdings keinen Anspruch auf die Rechte und Vorzüge des Adels stellen kann. Ritter streben daher grundsätzlich und bis auf wenige Ausnahmen stets nach dem vereidigten Dienst.
Untereinander ist die Rangordnung der Ritter wesentlich fließender gestaltet, und basiert aus Mangel an anderen Maßstäben auf der Menge von deren Gefolge und auf dem Erfolg eines Ritters in den Turnieren. Innerhalb des Ordens werden zudem Kodextreue, Erfahrung und Dienstlänge als zusätzliche Mittel zur Einschätzung des Einflusses eines Ritters heran gezogen.