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Die Lehen: Servano, Ravinsthal, Laskandor, Silendir, Candaria, Hohenmarschen, Nortgard
Die Burgen: Adlerschwinge, Greifenhorst, Hochwacht, Löwenwacht, Rabenstein, Silendir, Wasserwall
Und anderes: Die Wildlande
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Ein Bericht von Beomir Gräter, Chronist Seiner Majestät
Einleitung
Amhran ist ein Land der Kontroversen, Heimat dutzender verschiedener Stämme, zerrissen und doch geeint, wild und natürlich, und gleichwohl zivilisiert und von starker Ordnung geprägt. Grenzen erreichte dieses Reich nur an den Küsten der Insel die es umfasst, und dennoch ist, was nach aussen hin stark und beständig wirkt, in seinem Inneren zerrissen und von Intrigen und Machtkämpfen gebeutelt.
Dieses Kapitel der Reichschronik soll Einblick gewähren in die Geographie, Sitten und Gebräuche unserer Heimat, soll Stolz in unseren Herzen wecken, und doch mahnend an die dunklen Schatten in unserer Historie und Gesellschaft erinnern. Mithras gebe uns die Kraft, Amhran im Inneren zu einen wie der König es im Äusseren tat!
Geographische Lage
Amhran liegt laut Seefahrerkarten am 46. Breitengrad und am 24. Längengrad der nautischen Weltkarte, und zählt somit zu den mittleren Kontinenten der östlichen Gewässer. Durch seine distanzierte Lage und die Größe der Landmasse stellt Amhran eine äusserst selbstständige und in sich geschlossene Wirtschaftsmacht dar, deren Handel mit anderen Reichen sich nur auf ein Minimum beschränkt - Mithras segnete Amhran mit allem was seine Bewohner benötigen.
Das nächstgrößte Reich stellt das Wüstenreich Indharim dar. Die Entfernung zwischen Amhran und dem Ketzerreich beträgt in etwa sechshundert Seemeilen, und kommt daher für die Errichtung einer ständigen Handelsroute nicht in Frage.
In der westlichen Himmelsrichtung findet sich die kleine, unbedeutende Inselkette von Galatia, von welcher Seefahrer berichten sie sei von katzenäugigen Wilden bewohnt und dafür bekannt, mit Fischerbooten Handelsgaleonen zu entern, weshalb die Schifffahrt jener Region in den letzten fünfzig Jahren praktisch zum Erliegen kam.
Klima
Amhran selbst liegt unterhalb der Grenze zum Dauerfrost und oberhalb der geographischen Wüstengrenze, und kennt daher zwar harsche Winter mit Schneefall und Frost, aber auch warme, trockene Sommer. In den nördlichsten Lehen finden sich in den Gebirgen vereinzelt Gletscher, die dafür bekannt sind, niemals zu schmelzen, während die südlichsten Lehen breitere Strände mit Sand und sandigem Kies aufweisen. Grundsätzlich schwanken die Temperaturen von in etwa dreissig Grad im Sommer auf bis zu minus zehn Grad im Winter, wobei es auch hier leichte Unterschiede im Norden und Süden geben kann.
Die Reichsmacht
Amhran ist ein Königreich, das seit 1400 Jahren in der Hand einer Königslinie liegt. Seit Gründung durch König Mydrion im Jahre 0 wird der Königstitel innerhalb der Vererbungslinie an Söhne, Brüder, Neffen, Cousins oder andere entfernte Blutsverwandte weitergereicht. Zwar sorgte diese Art der Weitergabe abseits der bekannten Form der Titelvererbung einige Male für Unstimmigkeiten und kleinere Auseinandersetzungen, doch war es auch diese Flexibilität, die bisher die Thronfolge sicherte und das Reich stabil und dauerhaft erhielt.
Derzeit regiert König Lithas (der Erste) Amhran, und findet sich als erster Herrscher in der schwierigen Lage, einen groß angelegten Krieg gegen ein anderes Reich führen zu müssen.
Einzig Seiner Umsicht und taktischen Geschicklichkeit ist es zu verdanken, dass die größte Streitmacht seit Menschengedenken nach vielen Jahren sorgfältiger Vorbereitung nach Indharim aufbrach, um jenes Reich endgültig von den Ketzern und Ungläubigen zu bereinigen, die es wagten, Mithras' Kinder mit hexerischer Magie und Flüchen zu bedrohen.
Indes übernehmen die sechs Lehensherren und der Truchsess den Schutz und die Verwaltung Amhrans und seiner Lehen, um Volk und Land zu schützen. In den folgenden Kapiteln sollen jene Lehen eingehender beschrieben werden.