schloss
ilendir
Das prachtvolle Schloss Silendir, Herrschersitz der Fürsten des gleichnamigen Lehens wurde im Jahre 1041 nach insgesamt 52 Jahren Bauzeit endgültig fertig gestellt. Begonnen wurde es ursprünglich nur als recht kleiner Stammsitz derer von Falkenstein, doch nach und nach wurden erst der westliche und dann der östliche Anbau nachträglich hinzugefügt. Später kamen noch die beiden Gebäudeflügel für Ställe und Gesinde, sowie der große Kutschenhof zwischen den beiden Flügeln dazu. Damit lässt sich auch die lange Bauzeit erklären.
Probleme gab es bei dem Bau nämlich keine, was hauptsächlich an den äußerst tiefen Taschen des Fürstenhauses liegt, die damals wie heute dazu neigten, ihre Probleme mit Geld aus dem Weg zu räumen. So war es ihnen ein leichtes, Arbeiter und Materialien zu beschaffen und die besten Bildhauer Amhrans für die Statuen im Kutschenhof für das Projekt zu gewinnen.
Heutzutage sieht man freilich nichts mehr davon, dass das Schloss eigentlich Stückwerk ist. Ganz im Gegenteil: In seiner Pracht übertrifft Schloss Silendir jedes andere Gebäude Amhrans mit Leichtigkeit. Die edlen Schnitzereien und Stuckarbeiten an der Außenfront geben dabei nur einen kleinen Ausblick auf den Glanz, der im Inneren herrscht. So sind beispielsweise die Arbeitsräume im Westflügel nur mit edelsten, teilweise über hundert Jahre alten Möbeln ausgestattet. Doch auch das ist noch nichts im Gegensatz zum Ostflügel, wo neben der opulenten und unbezahlbaren Gemäldesammlung auch das sogenannte „goldene Zimmer“ zu finden ist. Einfache Bürgerliche werden dort natürlich nicht eingelassen, aber die Fürsten von Silendir pflegen seit jeher, dort ihre Staatsempfänge abzuhalten.
Ihre Hoffnung dabei ist natürlich, dass ein jeder, der diesen Raum betritt und seinen Reichtum und seine Glorie sieht, sich selbst unbedeutend, klein und arm vorkommt – und meistens tritt auch genau dieser Effekt ein.