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Was ist Rollenspiel

Kapitel

Rollenspiel

Rollenspiel im Sinne von Ultima Online ist das interaktive Ausleben einer fiktiven Figur. Man stellt also eine virtuelle Person zusammen, die - unabhängig vom Wesen und Leben des Spielers - eine Lebensgeschichte, Vor- und Nachteile und bestimmte Ansichten hat, platziert diese Figur in einer ebenso fiktiven Welt mit bestimmten Eigenschaften, und lässt sie darin agieren, Erfahrungen sammeln und vor allem leben.
Rollenspiel hat kein wirkliches Ziel und auch kein Ende auf das man hinspielen würde, es ist eher eine Simulation einer Welt, die man anders nicht erleben könnte. Einfluss hat der Spieler vor allem durch die Handlungen und Aktionen seines Charakters, also der fiktiven Person, die er in der Spielwelt darstellt.
Im Falle von Arx Obscura ist diese konzipierte Welt der des finsteren Mittelalters sehr ähnlich, mit dem Unterschied, dass alle Sagen und Legenden, die aus heutiger Sicht eben nur Sagen und Legenden sind, vollkommen real sind. Rollenspiel auf Arx Obscura bedeutet also, die Rolle einer Person zu übernehmen, die in dieser düsteren, mittelalterlichen Welt lebt und handelt. Dabei ist zu beachten, dass man als Spieler dabei keineswegs sich selbst spielt, der wiederum eine Rolle spielt, sondern eine Person, die tatsächlich in dieser fiktiven Welt geboren und aufgewachsen ist und sich nun mit ihren verschiedenen Problemen und Gefahren auseinandersetzen muss.

Der Charakter

Der Charakter ist die Figur, in die der Spieler schlüpft, um die fiktive Welt von Arx Obscura zu erleben. Grundsätzlich gilt, dass man umso leichter in die Welt eintauchen und sie genießen kann, je mehr Gedanken man sich im Vorfeld über seinen Charakter, also seine Rolle, gemacht hat.
Klassische Fragen, die ein Spieler sich bei der Ausarbeitung eines Charakters selber stellen sollte, sind zum Beispiel: Wo kommt der Charakter her? Wie ist er aufgewachsen? Hat er einen Beruf gelernt? Wer sind die Eltern? Was hat er erlebt? Wie alt ist er? Wie sieht er aus? Was sind seine Ziele und Wünsche im Leben?
Dabei ist es keinesfalls so, dass ein Charakter, der als Krieger erstellt wurde, nun zwangsläufig sein ganzes Leben nichts anderes getan hat, als immer nur zu kämpfen. Auch muss es nicht seinen Vorstellungen von der Zukunft entsprechen, nie etwas anderes zu tun.
Dabei sollte man jedoch beachten, dass jeder neue Charakter eher unerfahren in seinem Beruf ist. Einen Drachentöter oder Erzmagier kann man also nicht erstellen. Andererseits kann gerade bei Charakteren, die schon etwas älter an Jahren sind, gerade die Erklärung, warum sie ihre Fähigkeiten verloren haben, oder nie welche besessen haben, ein sehr interessanter Ansatz sein.
Merke: Je interessanter der eigene Charakter, desto lieber werden andere Spieler mit ihm interagieren wollen und desto erfolgreicher kann er werden. Gleichzeitig gilt aber, dass weniger oft mehr ist - Charaktere, deren Lebensgeschichte vollgepackt ist mit Schicksalsschlägen, Dramen oder Heldentaten wirken leicht albern und wenig glaubhaft.

Kommunikation, Interaktion

Wie schon in der Einleitung beschrieben, bedeutet Rollenspiel, mit dem eigenen Charakter in einer vorgegebenen Welt zu interagieren, und damit eine andere Realität als die bereits Bekannte zu erleben.
Zu diesem Zweck gibt es im Ultima Online Rollenspiel die Möglichkeit, mit seinen Mitspielern und der Umwelt auf verschiedene Arten zu interagieren und zu kommunizieren, nämlich durch Geschriebenes/Gesprochenes, Beschriebenes/Emotes und Spielmechanik/Engine.
Ein Rollenspieler kann seinen Charakter also sprechen lassen, indem er die gewünschte Aussage tippt und absendet. Er kann seinen Mitspielern beschreiben, was sein Charakter tut und wie er aussieht, indem er eine Beschreibung bzw. ein Emote absendet, und er kann seinen Charakter aktiv handeln lassen, indem der Spieler die Spielmechanik bzw. Engine anwendet.
Diese Interaktionsmöglichkeiten stehen jedem Spieler zu jeder Zeit zur Verfügung - wie oft und in welchem Zusammenhang sie dabei genutzt werden, ist ausschlaggebend für das Rollenspielerlebnis und die Fairness im Spiel miteinander.

Was ist GUTES Rollenspiel?

Gutes Rollenspiel zeichnet sich vor allem darin aus, dass man nicht der Einzige ist, der Spaß hat, sondern dafür sorgt, dass alle anderen Beteiligten auch Spaß an den entstandenen Situationen haben. Dabei gilt der Grundsatz: Wir spielen miteinander und nicht gegeneinander.
Um anderen nicht den Spaß am Spiel zu nehmen, gibt es deshalb einige Dinge, die man als Spieler beachten muss. So ist vor allem zu beachten, dass man mit seinem Charakter in der Rolle zu bleiben und sich an der Spielwelt und deren Gegebenheiten zu orientieren hat. Dinge, die nicht in der Spielwelt geschehen sind, kann der Charakter nicht wissen. Auch total unlogisches Verhalten, wie zum Beispiel völlige Todesverachtung, weil „es ja nur ein Spiel ist“, kann dafür sorgen, dass der Spaß für andere Spieler erheblich getrübt wird. Alles was der Charakter tut, sollte auch entsprechend mit Emotes beschrieben werden - hat man vor, einen anderen Spieler durch Nutzen der Spielmechanik anzugreifen, gehört es zum guten Ton (und den Regeln), das durch eine entsprechende Beschreibung auch klarzustellen.
Absolutes No-Go im Rollenspiel ist es, sogenanntes Out-of-character (oder kurz: OOC) zu sprechen. Loggt man seinen Charakter zum Spielen ein, ist ab diesem Moment "IG" (also In-Game, in der Rolle) angesagt. Ab diesem Moment wird es zwingend notwendig, ganze Sätze zu schreiben und Formulierungen zu benutzen, wie sie in der modernen Sprache wohl eher nicht vorkommen. Grundsätzlich wird im Spiel die höfliche Anredeform "ihr" statt "sie" als direkte Anrede für Einzelpersonen benutzt.

Beispiele:
Sie gehen? -> Ihr geht?
Sie wissen schon, dass Sie zu spät sind? -> Ihr wisst schon, dass Ihr zu spät seid?
Sie haben Ihren Hut vergessen. -> Ihr habt Euren Hut vergessen.
Ich grüße Sie! -> Ich grüße Euch!

Das Duzen von Fremden gilt, genau wie heute auch, als ungehobelt, kann aber durchaus auch zum eigenen Charakter passen. Nur sollte man sich dann nicht wundern, wenn der Adlige, den man gerade geduzt hat, extrem gereizt reagiert.
Die katastrophalste Art von OOC ist allerdings, Dinge zu bereden, die nicht in die Spielwelt gehören, wie etwa Fußballergebnisse oder die Bundespräsidentenwahl. Zu dieser Art von Missgriff gehört auch, seinen Charakter Dinge wissen zu lassen, von denen zwar der Spieler Kenntnis durch das Gespräch mit anderen Spielern hat, die der Charakter jedoch so nie im Spiel in Erfahrung gebracht hat. Solche Fehler können vom Staff auch bestraft werden.

Was ist SCHLECHTES Rollenspiel?

Schlechtes Rollenspiel ist sinnigerweise das Gegenteil von gutem Rollenspiel. Also vornehmlich solches, bei dem man entweder nicht in der Rolle bleibt oder keine Rücksicht auf seine Mitspieler nimmt.
Dazu gehört das Nicht-Reagieren auf die Versuche der Mitspieler, das eigene Pixelmännchen anzuspielen – wenn etwa jemand emotet, dass er unseren Charakter am Arm zu packen versucht, sollte man auf dieses Anspielen auch entsprechend reagieren.
Ebenfalls das kommentarlose Ausloggen mitten in einer Rollenspielsituation - wenn zum Beispiel der eigene Charakter von einer Gruppe Spieler bedroht wird - ist extrem spielspaßstörend für andere Spieler.
Poweremotes, also Emotes die anderen Spielern entweder die Möglichkeit selbst zu reagieren nehmen, oder aber Emotes, die es dem Gegenüber unmöglich machen, unser Pixelmännchen irgendwie zu beeinflussen, sind ebenfalls regelwidrig und stören den Spielspaß empfindlich. Beispiele hierfür wären das fatale (weil regelwidrige) Emote *sticht ihm den Dolch tief ins Herz* oder die eher unfaire Angewohnheit, jeglichen Emote-Angriff mit *weicht aus* zu beantworten. Sogar Chuck Norris bekommt ab und an mal einen Schlag ab.

Besser wäre etwas wie:
Spieler 1: *Stößt seinen Dolch flink in Richtung des Herzens seines Gegenübers*
Spieler 2: *Gerade noch kann er den Arm zwischen sich und seinen Widersacher bringen, wobei der Unterarm eine Schnittwunde davonträgt*

Auch sollte Rollenspiel keinesfalls zu einem Privatkrieg ausarten, denn dafür war es nie gedacht. Hat man allerdings selbst das Problem, dass ein anderer Spieler (Merke: SPIELER, nicht Charakter, da wäre es legitim) versucht, unseren Charakter oder gar uns als Spieler im Umfeld schlecht zu machen oder uns "wegzuekeln", so ist es durchaus angemessen, den Staff hierüber zu informieren und - falls vorhanden - auch Logs von Gesprächen zu schicken.
Das bedeutet natürlich nicht, dass der Staff dann blindlings losrennt und wahllos Spieler aus dem Spiel ausschließt, hilft aber insofern, dass man sich sicher sein kann, dass die Spielleitung in der nächsten Zeit ein besonderes Auge auf das Verhalten dieses Spielers werfen wird und gegebenenfalls auch eingreift, um diese Situation zu beenden.