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Attribute und Talente

Kapitel

Einleitung

Hier wird Stück für Stück erläutert wie die Attribute und Talente auf Arx Obscura funktionieren und welchen Einfluss sie auf die Werte des Charakters haben. Ebenso wird aufgeschlüsselt, wie sich der Charakter nach der Erstellung weiterentwickelt und was man dabei beachten sollte.

Der Aufbau eines Charakters

Jeder Charakter definiert sich durch zwei Wertegruppen. Diese sind seine Attribute und seine Talente.

Die Attribute sind sozusagen die Rahmenbedingungen des Charakters, seine körperlichen und geistigen Stärken ohne bestimmte Tätigkeiten darzustellen. Es gibt nur 4 Attribute:

  • Stärke beschreibt die Körperkraft und die Muskeln, welcher der Charakter hat.
  • Gewandtheit ist sein Geschick, seine Eleganz und Fingerfertigkeit.
  • Konstitution umfasst seine Kondition und Robustheit.
  • Intelligenz spiegelt die Erfahrung, Weisheit und Denkfähigkeit des Charakters wider.

Die Talente dagegen zeigen wie gut der Charakter bestimmte Tätigkeiten gelernt hat. Das wäre z.B. der Umgang mit Klingenwaffen, Kochen, Tonbrennerei oder Magiekunde. Es gibt 45 Talente, welche ein Charakter erlernen kann. Wie gut der Charakter diese Tätigkeiten dann ausführt ist eine Kombination seiner Attribute und Talente. Als Beispiel ziehen wir den Angriff mit einem Schwert heran:

  • Das Talent Angriff bestimmt wie gut der Charakter seine Feinde trifft, doch das Attribut Intelligenz erhöht diese Chance.
  • Das Talent Klingenwaffen bestimmt wieviel Schaden die Waffe anrichtet, doch das Attribut Stärke erhöht diesen Wert.
  • Die Talente Klingenwaffen und Anatomie bestimmen die Chance auf kritische Treffer, doch das Attribut Intelligenz erhöht diesen Wert.
  • Das Attribut Gewandtheit bestimmt wie schnell der Charakter mit der Waffe angreift.
  • Das Attribut Konstitution bestimmt über die Ausdauerregeneration, wie oft der Charakter zuschlagen kann bevor ihm die Puste ausgeht.

Jedoch wird nicht jede Tätigkeit von so vielen Faktoren beeinflusst. Wie gut der Charakter sich verstecken kann hängt alleine von dem Talent Schleichen und dem Attribut Gewandtheit ab.

Sowohl Attribute als auch Talente haben einen maximalen Wert von 100. Mit 100 hat man also ein Talent gemeistert und ein Attribut an die Grenze des menschlichen Körpers gebracht. Hier gibt es aber einen wichtigen Unterschied. Ein Charakter beginnt mit sehr hohen Attributen, da er nicht als Kleinkind erstellt wird. Diese verändern sich nur gering im Laufe des Spiels. Jedoch sind seine Talente anfangs sehr niedrig und werden erst im Laufe des Spiels richtig ausgebaut.

Die Attribute

Die Attribute sind ein fester Teil des Charakters und beeinflussen auch seine Optik. Um durchtrainiert zu sein und Muskulatur zu haben, braucht der Charakter eine hohe Stärke. Ebenso kann er schwer eine feenartige Figur haben, aber einen extrem hohen Stärkewert. Wer sich elegant und katzengleich bewegen möchte, der sollte Punkte in Gewandtheit investieren. Und auch ein abgemagerter Bettler mit hoher Konstitution oder ein Reden schwingender Akademiker mit geringer Intelligenz passen nicht ins Bild.

Bei der Charaktererstellung können 200 Punkte auf die vier Attribute verteilt werden. Im Spiel erhält der Charakter mit der Zeit weitere 40 Punkte, bis zu einem Maximum von 240 Punkten. Das Maximum in einem Attribut sind 100 Punkte und das Minimum sind 25.
Die Attributspunkte können auch umverteilt werden, jedoch ist dies ein langsamer Prozess, der nicht von heute auf morgen abgeschlossen ist.

Wichtig ist bei den Attributen, dass man nicht in die typischen vorgefertigten Formen von anderen Systemen denken darf. Ein Magier ist nicht gezwungen möglichst hohe Intelligenz zu haben und ein Krieger muss nicht möglichst hohe Stärke haben. Gerade im Kampfgeschehen geben Attribute nicht an wie gut der Charakter kämpft, sondern auf welche Art er kämpft.
Die Attribute sind so ausgelegt, dass jedes Attribut für jeden Charaktertyp auch Vorteile bringt. Ein intelligenter Krieger ist einem sabbernden Barbaren nicht automatisch unterlegen und ein Magier, der Körperkraft und Gewandtheit mitbringt, hat so manchen Vorteil über einen Magier, der seine Punkte nur in Intelligenz investiert hat. Die entscheidende Frage ist dabei nicht: Was bringt meinem Charakter den grössten Vorteil? Sondern: Was passt zu meinem Charakter?

Bei der Charaktererstellung kann man alle Attribute auf 50 setzen. Dies gilt sozusagen als der normale Durchschnittsmensch. Soll der Charakter von Beginn an geschickter oder intelligenter sein, so muss man dafür andere Attribute senken.
Solange die Verteilung stimmig ist, kann man keine direkten Fehler oder schlechte Kombinationen wählen. Im Beispiel eines Kriegers gilt: Wer schwere Rüstungen tragen will, der sollte auch genug Stärke haben um sie tragen zu können und wer mit leichter Rüstung in den Kampf zieht, der sollte genug Gewandtheit haben um Ausweichen zu können.

Hinzu beeinflussen die Attribute auch die Talente des Charakters. In der Formel für Schleichen findet sich Gewandtheit wieder, Disziplin wird von Konstitution beeinflusst und Gewandtheit ist ein Freund des Schneiders. Fast alle Talente werden durch ein oder mehrere Attribute beeinflusst. Dabei gilt auch weiterhin, dass man keine Fehler machen kann, wenn es zum Charakter passt.

Es gibt hier nur einen wichtigen Eckpunkt für Krieger: Die Plattenrüstung braucht 65 Stärke und der Vollplattenpanzer sogar 75 Stärke, während die schwersten Waffen 62 Stärke brauchen.

Die Talente

Bei der Charaktererstellung kann man zwei Talente wählen, welche auf 25 beginnen und ein weiteres Talent, welches auf 15 beginnt. Die restlichen Talente haben eine Starthöhe von 0.
Auf Arx Obscura erhält man automatisch Steigerungspunkte, welche man in die Talente investieren kann. Mit einer gewöhnlichen Spielzeit von etwa 10 Stunden in der Woche erhält man etwa 20 Steigerungspunkte. Dadurch ist es nicht schlimm, wenn man bei der Charaktererstellung die falschen Talente für den Charakter gewählt hat. Man kann die Talente auch wieder senken, wenn man etwas verlernen möchte.

Bei der Planung der Talente sollte man bedenken, dass die maximalen Steigerungspunkte bei 600 liegt und nur zwei Talente auf über 80 (bis zu 100) gesteigert werden können. Das heisst der eigene Charakter kann sich in zwei Talente spezialisieren, die nicht jeder Charakter auf 100 haben wird. Wer also einen Heiler spielen möchte, der kann davon ausgehen, dass nicht jeder Krieger ebenso 100 Heilkunde haben wird.
Wichtig ist, dass es für alle Charaktertypen mehr Talente gibt als man steigern kann. Ein Krieger zieht Vorteile im Bezug auf eine Kampfsituation aus mehr als 15 Talenten und dazu gibt es weitere hilfreiche Talente, die nicht kampfbezogen sind. Von all diesen Möglichkeiten kann man zwei auf 100 steigern und weitere fünf auf bis zu 80 oder mehrere dafür niedriger haben.

Auch hier kann man nichts ganz falsch machen. Ein Krieger der Angriff, Abwehr und ein Waffentalent steigert, wird auf jeden Fall gut kämpfen können und ein Handwerker, der seine Schmiedekunst steigert, wird auf jeden Fall ein guter Schmied sein. Jedoch kann man den eigenen Charakter so verfeinern, dass dieser wirklich individuell ist.