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Die Mondwächter

Kapitel

Götter und Glaube

Das Pantheon besteht aus einer Vielzahl von Göttern, deren drei Reiche Arkadien bilden. Hier findest du Informationen über die Götter, ihre Reiche, und die Methoden der Verehrung und Anrufung.

Arkadien & Das Pantheon

Gebete & Rituale

Druidentum

Die Druiden sind die Repräsentanten der Mondwächter auf Erden. Ihre lange Historie, ihre Rituale und Bräuche werden hier beschrieben und erklärt.

Das Druidentum

Druidenzirkel

Der Rabenkreis

weitere Informationen

Einleitung

"Die Mondwächter" wird als Bezeichnung sowohl für die alten Götter, wie auch für deren Gläubige genutzt. Im Volksmund verwendet man aber häufig den Oberbegriff das Pantheon für die Götter. Wie genau sich dieser Begriff vor Jahrtausenden entwickelte, vermögen heute wohl nicht einmal mehr die weisesten Druiden zu sagen.
Grundsätzlich sind die Mondwächter ein Vielgötterglaube, in der kein Gott einzeln verehrt oder bevorzugt wird, da es in den Augen der Gläubigen genauso wenig möglich wäre, einen einzelnen Gott vom Pantheon abzutrennen, wie beispielsweise das Wasser vom Land zu trennen. Demnach glaubt ein jeder Mondwächter an alle Götter.
Jeder Gläubige hat jedoch zusätzlich einige Schicksalsgötter, die er mit seiner Geburt und Weihe erhält, und von denen behauptet wird, sie würden das Leben ihres Schützlings für den Rest seiner Zeit auf Erden beeinflussen.
Das Mondwächtertum ist die älteste bekannte Religion auf Amhran - das Pantheon der Götter wird bereits seit Tausenden Jahren verehrt.

Allgemeines

Entstanden im Altertum, einer Zeit vor Mithras' Lehren, ist der Glaube der Mondwächter auch heute noch weit verbreitet. Vor allem unter der Landbevölkerung und in kleinen Dörfern findet man viele treue Anhänger. Bis zum heutigen Tage kämpft die Mithraskirche mit allerlei Mitteln darum, die Verbreitung dieser Religion ein für alle Mal zu stoppen, stellt sie doch ihrer Ansicht nach eine Gefahr für die "wahren Gläubigen" und deren Seelenheil dar. Bisher konnte sie jedoch nur in dichter besiedelten Gebieten Erfolg verzeichnen.
Das größte Hindernis hierbei stellt wohl die Duldsamkeit der Mondwächter dar, die auch die Koexistenz mit Menschen akzeptieren, die von der Mithraskirche abfällig als Gesindel oder gar "besessen" und "von Grund auf böse" bezeichnet werden.
Auch die augenscheinliche Strukturlosigkeit und das Fehlen von hierarchischen Strukturen oder klaren Glaubensoberhäuptern macht es schwer, gegen diesen Glauben vorzugehen - denn wie soll man der Schlange den Kopf abhacken, wenn sie keinen besitzt? Demnach sind es bisher nur kleine Einzelsiege, die die Mithrasdiener verzeichnen konnten, denn es ist eine mühsame, langwierige Angelegenheit, Stück für Stück die Lehen und deren Bevölkerung zu bekehren.
Dieser Krieg des Glaubens ist jedoch vorwiegend religiöser oder politischer Natur und nur wenige Fanatiker beteiligen sich mit tatsächlicher Gewalt an dem "Kampf gegen die Ketzer". Einerseits, weil die Mondwächter besonders in Servano kaum einen "politischen Schaden" anzurichten vermögen, andererseits auch, weil immer noch viele Menschen aus alten und teilweise adeligen Familien dem Glauben treu sind.

Die drei Welten

Die Mondwächter sind fest davon überzeugt, dass die Heimat ihrer Götter in drei Welten geteilt ist, welche fest mit Amhran verwoben sind. Ihnen entspringen der Schicksalsfaden und die Zeit selbst, welche die Welt, wie wir sie kennen, formt.
Innerhalb dieser Welten ist ein jeder Bewohner beseelt und belebt, und alleine die Hinwendung zu den Göttern und deren Anbetung ermöglicht es dem Menschen, diese Bewohner so zu sehen und zu erleben, wie sie wahrlich sind. So wird eine Kräuterfrau der Mondwächter nicht nur lernen, welche Heilpflanze in welcher Form einzusetzen ist, sondern auch deren Herkunft, Wachstum und die Umwelt, aus der sie entstammt, erforschen, um somit die tatsächliche Wirkung selbst zu erkennen und zu verstehen.
Die drei Welten sind Faun, der alle lebendigen Wesen zugeteilt werden, Flor, die Welt der Gezeiten, Elemente, Naturgewalten und auch der Pflanzen, und Fing, die Heimat des Übernatürlichen und der Kreativität.

Die Schicksalsgötter

Als Schicksalsgötter werden jene göttlichen Paten bezeichnet, die einem Mondwächter als Säugling zum Zeitpunkt seiner Weihe vorhergesagt werden. Aus ihrer Konstellation und Kombination soll es möglich sein, nicht nur die Zukunft und das Schicksal des Gläubigen in seinem späteren Leben zu deuten, sondern auch Rückschlüsse auf seinen späteren Charakter und seine Talente zu ziehen.
Kinder der Mondwächter werden im Alter von 6 bis 12 Monaten im Zuge der Sommer- oder Wintersonnenwendenfeste einem Druiden vorgeführt, auf dass er die Zeichen der Geburt deuten kann und dem Kind seine Schicksalgötter vorhersagt. Sollte eine solche Weihe nicht stattfinden, beispielsweise bei einem Anhänger des Mithras, der zum Glauben der Mondwächter konvertiert, werden sich Druiden oder erfahrene Glaubensmitglieder des Neuen annehmen, ihm die Grundzüge des Glaubens beibringen um ihm dann beim nächsten Sonnenwendfest die Schicksalsgötter vorherzusagen. Dennoch gilt er auch vor dieser Weihe als Teil der Gemeinschaft - die Vorhersage ist laut den Druiden jedoch erst einige Monate nach der Geburt möglich, da vorher eine viel zu hohe Nähe zu den Schicksalsgöttern der Mutter gegeben ist.
Die Schicksalsgötter geben jedoch noch keinen Aufschluss darüber, wann und ob sich dem Kind welcher Gott offenbart und in welcher Form dies geschehen wird - die Götter aus Flor, Faun und Fing sind für ihre Rätselhaftigkeit und Unberechenbarkeit bekannt.
Egal welcher Gott also dem Kind als Schicksalsgott prophezeit wird - und sei es die Göttin des Krieges und Todes -, es bedeutet nicht automatisch, dass dieses Kind sein ganzes Leben als Krieger führen wird. Durchaus ist es möglich, dass dieser Mensch den Großteil seiner Zeit als friedlicher Bauer führt und eines Tages durch ein unglückliches Ereignis dazu gezwungen wird, in den Krieg zu ziehen. Normalerweise werden jedem Kind auf diese Art zwischen drei und sieben Götter zugewiesen, selten weniger, ebenso selten mehr als diese Anzahl. Meistens werden einem Kind Götter aus zwei oder allen drei Welten vorhergesagt, aber auch Vorhersagen von Göttern einer einzigen Welt kommen durchaus vor.

Die Gläubigen

Die meisten Mondwächter kommen aus einer der vielen mondwächtergläubigen Siedlungen und Dörfer Amhrans oder entstammen Familien, die diesem Glauben bereits seit vielen Generationen treu sind.
Ein wichtiger Brauch innerhalb der Mondwächtergemeinschaften sind Gesellschaftsabende. Diese finden zu jedem Vollmond statt und oft besuchen selbst Sippenmitglieder, die mittlerweile andernorts wohnen, weiterhin diese Treffen. Diese Gesellschaftsabende werden Sermo, was so viel wie Gespräch bedeutet, genannt und sind gefüllt mit Gesängen, Musik, Geschichtenerzählerei, aber auch dem Austausch von Neuigkeiten, Klatsch und Tratsch.
Allerdings findet man den Glauben auch außerhalb der kleinen Dörfer. Zumeist sind es die Nachkommen von Landbewohnern, welche es in die Welt hinaus zieht und den Glauben dadurch verbreiten.
Abseits der gewohnten Strukturen ist ein Gläubiger dazu gezwungen, seine Glaubensriten und Gebete ohne die Unterstützung anderer Gläubiger durchzuführen und sich unter Andersgläubige zu mischen.
Auch wenn die Mondwächter keine spezifischen Glaubensoberhäupter haben, und selbst die Druiden keine direkten Anführer sind, vertrauen die Gläubigen dennoch auf ihre Weisheit, folgen ihren Ratschlägen und unterwerfen sich ihrer Rechtsprechung.

Die Druiden

Im Fall der Mondwächter bezeichnet Druide eigentlich eine Mischform des Glaubensoberhauptes. Sie enthält Aspekte eines normalen Priesters, ebenso wie Aspekte von Schamanentum und von Gesetzgebung und Richtertum.
Ein Druide der Mondwächter hat eine sehr anspruchsvolle und umfassende Aufgabe. Er vertritt alle Götter Arkadiens auf einmal, andererseits muss er für das Seelenheil der Mondwächter sorgen, indem er sowohl Zeremonien und Riten für die Gemeinschaft plant und umsetzt, als auch Richter und Schlichter ist. Neben dieser wichtigen sozialen Bedeutung sind Druiden allerdings auch die Hüter und Bewahrer des Geheimwissens der Mondwächter und dafür zuständig, das von ihnen gesammelte Wissen an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben.
Druiden ist es verboten, diese geheimen Lehren und Traditionen an normale Gläubige oder gar Glaubensfremde weiter zu reichen, sodass Glaubensschriften und Bücher des Wissens zur druidischen Kunst mit regelrecht paranoider Hingabe gehütet und bewahrt werden. Es ist für Druiden durchaus üblich, die Texte auswendig zu lernen und an sicheren Orten zu verwahren. Das Druidentum ist allerdings noch weitaus umfangreicher und komplexer und wird daher hier genauer beschrieben.

Geburt und Tod

In der Glaubensvorstellung der Mondwächter ist ein jedes Kind von den Göttern gesandt, um die Liebe zweier Menschen zu entlohnen. Die menschliche Seele ist ihrer Meinung nach ein Zusammenspiel aus dem Wirken verschiedener Götter, was sich vor allem in der Tradition des Runenwerfens verdeutlicht. Der Leib des Kindes ist es, der von den Eltern geschaffen wird, ähnlich eines handwerklichen Vorganges - aus den Gaben, die sie aus der Natur erhielten.
Aberglaube und Traditionen ranken sich daher darum, wie die Eltern beeinflussen können, ob das Kind ein Junge oder ein Mädchen wird. Selbst auf die Größe, Statur oder Farbe von Augen und Haaren soll man so Einfluss nehmen können.
Diese kleinen "Tricks" rangieren von einer bestimmten Tages- oder Jahreszeit, in der die Eltern zusammenkommen, über die Anleitung, welche Speisen vor und nach der Zusammenkunft konsumiert werden sollen, bis hin zur Nutzung allerlei alchemistischer Erzeugnisse oder obskurer Kräuter und Hausmittel.

Ebenso wie die Erschaffung der Seele, welche nur von den Göttern beeinflusst wird, so gilt auch der Tod als etwas absolut Natürliches, das sich allerdings jedweder Einflussname durch Sterbliche entzieht. Dies bedeutet nicht, dass nicht um Kranke und Verletzte gekämpft wird, allerdings ist man sich im Falle des Todes einig, dass die Zeit des Verstorbenen nun einfach gekommen ist.
Die Mondwächter kennen kein Leben nach dem Tod, sondern sind der Ansicht, dass der Leib und die Seele sich ebenso wieder zersetzen, wie sie zusammengefügt wurden - die Aspekte der Seele teilen sich wieder auf die Götter auf, von denen sie kamen, und der Leib vermischt sich wieder mit dem Erdreich, den Pflanzen und den Tieren, aus denen er stammt.

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Auch nach dem Tod nehmen die Verstorbenen eine wichtige Position für die meisten ihrer Hinterbliebenen ein. Allerdings glaubt man nicht, sie wären jetzt an einem besseren Ort oder gar wiedergeboren. Das Zentrum des Gedenkens stellen hier eher Dinge wie die zu Lebzeiten gepflegten Beziehungen, besondere Taten oder Fähigkeiten der Verstorbenen dar.