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Der Werdegang eines Magiewirkers

Kapitel

Wie wird man Magier?

"Magier wird man nicht, Magier ist man. Und jetzt hol noch mehr Wasser,
damit die Chimäre im Keller endlich aufhört zu jaulen, Scholar!"

Magier sind vor allem für Eines bekannt: Ihren Hang dazu, ihr Wissen wie teure Geheimnisse zu hüten. Selbst die Lehre davon, wie man eine Kerze mit Gedankenkraft entzündet, scheint ein kleines Heiligtum in ihren Riegen zu sein, ganz zu schweigen von Zaubern höherer Zirkel. Demnach dringt nur wenig darüber aus den geheimen Räumen, was einen Magier nun eigentlich ausmacht, handelt es sich bei dem Neugierigen nicht um einen der Schüler. Für gewöhnlich möchte jeder Magiewirker das Geheimnis seiner Kraft, und damit sich selbst, schützen.
Tatsächlich sind aber auch die Magier fähig zu lehren und zu unterrichten. Sie sind lediglich vorsichtig, an wen sie ihr Wissen weitergeben. In jedem Zweig der Magie sieht man sich für die Missetaten seiner Schüler verantwortlich und wird von anderen Magiewirkern für deren Verbrechen zur Rede oder gar zur Verantwortung gezogen. Von Schülern wird deswegen ein Höchstmaß an Verlässlichkeit und Lernwilligkeit gefordert und diese oft mit Stolz betrachtet. Immerhin gilt es als eine der obersten Pflichten, sich um den "Nachwuchs" der eigenen Riege zu kümmern. Ebenso gilt es als verpönt als blutjunger Anfänger der Magie selbst andere Schüler in die Lehre zu nehmen - wer will schon für die Unfälle und Missgriffe eines Anderen geradestehen, wenn man selbst kaum weiss, was man tut?

Nicht jeder Magier braucht oder will einen Mentor finden. Es ist durchaus möglich das nötige Wissen selbst zusammenzusammeln und mit Büchern, Ritualen und Versuchen die verschiedenen Künste alleine und ohne Anleitung zu erforschen und erlernen. Doch dieser Weg ist nicht immer einfach - oder ungefährlich.

Wo kann man Magie lernen?

Magie ist - ähnlich wie anderes Gedankengut - kein Wissen, das man auf Dauer einsperren oder auf einen bestimmten Personenkreis begrenzen könnte. Zwar versuchten über die Jahre hinweg viele Institutionen, die Entstehung von "wilden Magiern" abseits der klassischen akademischen Ausbildung zu verhindern oder einzuschränken, doch ist dieser Versuch bis heute von keinerlei Erfolg gezeichnet.
Nach wie vor gibt es dutzende Möglichkeiten, wie ein lernwilliger Jungmagier an sein Wissen und seine Ausbildung gelangen kann - manche dieser Wege führen schneller ans Ziel, andere weniger zügig, aber am Ende haben sie alle Eines gemeinsam: Ist es keine akademische oder institutionalisierte Ausbildung, warten oft Probleme auf den Wirker. Je nach Magieform wird man mit zusätzlicher Skepsis beäugt, gerät in politisches Kreuzfeuer oder noch schlimmer, man zieht die Aufmerksamkeit der Kirche auf sich.
Die bekanntesten Methoden einer Magieausbildung sind das Selbststudium, also das eigenständige Zusammensuchen und Erlernen von Wissen, die akademische Ausbildung, also das Aufsuchen oder die Teilnahme an einem institutionalisierten Unterricht der jeweiligen Magiesparte, oder die Lehre bei einem Mentor.
Alle drei Methoden bieten Vor- und Nachteile, welche die Wahl der Lernart beeinflussen können.

Das Selbststudium
stellt die unabhängigste Methode zur Ausbildung dar. Der Magier ist hierbei selbst dafür zuständig, sich Lernmaterial zu besorgen, es zu studieren, und schliesslich anzuwenden. Für Freigeister und Revolutionäre sowie ärmere Studenten, denen mögliches Lehrgeld zu hoch ist, stellt das Selbststudium zumeist die einzige Möglichkeit der tatsächlichen Ausbildung dar. Der größte Nachteil ist hierbei jedoch, dass so manches Wissen nicht in Büchern erhältlich ist, und viele der höheren Magier sich gerne weigern, ihr Wissen an fremde, verpflichtungslose "wilde Magier" weiterzugeben.

Die akademische Ausbildung
wird stets über eine Institution oder einen größeren Zusammenschluss erlangt, und gilt als umfassendste Methode der Ausbildung. Sie ist zumeist mit laufenden Kosten für den Schüler (und manchmal sogar für den Lehrer) verbunden, allerdings bietet der Zugang zu den jeweiligen Bibliotheken der Institute einen unschätzbaren Vorteil für den Schüler. Innerhalb der Institutionen werden zudem Titel, Ränge und Ratssitze vergeben, die dem engagierten Magier zusätzlichen Einfluss auf andere Magier, seinen Magiezweig und teilweise sogar den Standort der Institution bieten.

Die Lehre, auch als Mentorentum bekannt,
stellt die intimste Form der Magieausbildung dar. Der Schüler ist hierbei einer einzigen Lehrperson verpflichtet, welche die Ausbildung des Schülers im gesamten Umfang übernimmt. Mit einem guten Mentor ist der Schüler in der Lage, weit über das normale Maß hinaus Wissen und Erfahrung zu seinem Wissensbereich zu erhalten, und der stetige, intensive Kontakt zu seinem Mentor bringt auch große Mengen an praktischer Erfahrung und Einsichten in das tägliche Leben mit sich. Hat man jedoch einen schlechten Mentor, so kann es passieren, dass man viele Wochen oder Monate seines Lebens an falsches, fehlerhaftes oder bruchstückhaftes Lernen verschwendet, und am Ende mit kaum mehr Erfahrung da steht als man zu Beginn hatte.

Die Zirkel

Jede Schule der Magie, sei es nun Hermetik, Intuitivmagie oder Klerikalmagie, verfolgt das System der 5 Zirkel, und fasst jeglichen Zauberspruch in diese Aufteilung ein.

Der 5. Zirkel stellt hierbei die schwächste Gruppierung von Zaubersprüchen dar, und steht den Neulingen und schwächsten Mitgliedern der jeweiligen Magieriegen zur Verfügung. Hier wird das Fundament des notwendigen Wissens für den Anwender der Magie gelegt, und durch die Beherrschung der Zauber gefestigt.

Der 4. Zirkel stellt etwas anspruchsvollere Zauber dar, die vor allem der Festigung der Theorien behilflich sind, und noch kein vollständiges Grundwissen benötigen - Die hierbei vermittelten Lehren runden jedoch das Grundwissen soweit ab, dass mit Abschluss des Zirkels auch das gesamte benötigte Wissen abgedeckt ist.

Der 3. Zirkel symbolisiert den fertig ausgebildeten, geschulten Magier, der sein Wissen auf eine reguläre Problematik anwenden, und sie anhand seiner Schulung lösen kann. Durch seine fundierte Ausbildung ist er auch in der Lage, unerfahrenere Generationen auf deren Wissen zu prüfen.

Der 2. Zirkel umfasst die fortgeschrittenen Magier, die sich vor allem der Erforschung neuen Wissens widmen, und nicht nur bestehende Problematiken lösen können, sondern auch neue Erkenntnisse sammeln und erklären können.

Der 1. Zirkel umfasst die mächtigsten Vertreter der einzelnen Magieriegen, die nicht nur durch ihr Wissen, sondern auch durch neu gefasste Erkenntnisse, die Weitergabe ihres Könnens, und ihr Engagement für ihre Mitmagierschaft die Meisterschaft der Magie erreicht haben.

Um innerhalb seiner Magieriege in den Zirkeln aufzusteigen, ist es unumgänglich, die zugehörigen Zauber und Theorien zu erlernen und zu beherrschen - ohne dieses Vorwissen ist es nicht möglich, die jeweils anspruchsvolleren Zauber zu nutzen.