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Die Druidenzirkel

Kapitel

Einleitung

Die meisten Druiden organisieren sich in Zirkeln, um durch diese Gemeinschaften den Gläubigen besser und umfangreicher dienen zu können. Außerdem sind sie durch diese Geschlossenheit besser in der Lage, ihr oberstes Ziel, den Erhalt und die Stärkung des Glaubens, zu verfolgen.
Auf Amhran gibt es zahlreiche Zirkel, manche mit so vielen Mitgliedern, dass sie fast schon ein kleines Dorf bewohnen könnten, andere nur wenig größer als eine kleine Familie vom Land.
Sie finden sich überall dort zusammen, wo es genug Gläubige gibt, die ihrer Weisung bedürfen, achten in der heutigen Zeit allerdings strikt darauf, dabei nicht ungefragt in die Gebiete anderer Zirkel einzudringen.
Die Druiden gewähren der gläubigen Bevölkerung Schutz, geistlichen Beistand und leisten Glaubensdienste. Außerdem suchen sie stets nach begabten Schülern, welche sie in ihre Reihen aufnehmen können.
Welchen Einfluss sie auf die Bevölkerung innerhalb ihres Schaffensgebietes haben, hängt stark von der Zusammenstellung und den Absichten des jeweiligen Druidenzirkels ab, und variiert somit von Gebiet zu Gebiet. Vom kriegstreiberischen Kult bis hin zum zurückhaltenden, versteckten Orden sind alle Formen von Druidenzirkeln bekannt oder überliefert.
Dass diese unterschiedlichen Auslegungen auch zu Problemen führen können, wird aus der Geschichte der Druiden recht deutlich. Immer wieder kam es in zu Auseinandersetzungen zwischen Sippen oder ganzen Dörfern, ausgelöst durch deren Druidenzirkel, und viele dieser Streitigkeiten endeten so blutig, dass sie sich auch heute noch in den Erzählungen der Mondwächter finden. Erst im Lauf der jüngeren Vergangenheit begannen immer mehr Zirkel nach Einigkeit oder Kompromissen zu streben, um ihrem Glauben in der Hohezeit der Mithraskirche nicht dauerhaft zu schaden.

Der Aufbau

Der Aufbau eines Zirkels ist geprägt von alten Riten und Traditionen, deren Herkunft heutzutage nur noch schwer erklärt werden kann. Während die niederen Posten einem stetigen Wandel unterliegen und von Zirkel zu Zirkel variieren, sieht die Führung der Zirkel immer identisch aus. Seit Anbeginn der Zeit sind es Dreierräte, welche die einzelnen Zirkel führen.
Neben ihren offiziellen Bezeichnungen werden die drei Ratsmitglieder oft auch als 'Greis/Greisin', 'Vater/Mutter' und 'Sohn/Tochter' bezeichnet, da der Rat gleichzeitig auch eine Symbolisierung des Lebenszyklus ist - erst die Vollständigkeit des Rates ermöglicht eine legitime Führung.
Auch wenn diese Titel, genau wie die offiziellen Bezeichnungen, vermuten lassen, dass die Ratsmitglieder den verschiedenen Generationen entstammen, sind sie doch nicht mehr als bloße Titel und lassen keinen Rückschluss auf das tatsächliche Alter eines Ratsmitglieds zu.

Der Ratsälteste (Greis/Greisin) ist für Fragen des Friedens und der Gemeinschaft zuständig, kümmert sich um Diplomatie und Rechtsprechung und stellt die Stimme der Vernunft innerhalb des Zirkels dar.

Der Ratsmittler (Vater/Mutter) ist für die Auswahl von Schülern des Druidentums verantwortlich. Er unterstützt und prüft Schüler, um diese schlussendlich auch als vollwertige Druiden in den Zirkel aufzunehmen. Außerdem dient er als Mittler zwischen den Lehrmeistern und Schülern und wird gerne als Ansprechpartner zurate gezogen, wenn eine der beiden Parteien Sorgen oder Probleme hat.

Der Ratsjüngste (Sohn/Tochter) schließlich stellt den Kriegsherren eines Zirkels dar. Er kümmert sich um den Schutz und die Wehrhaftigkeit seines Zirkels, um neben dem Zirkel selbst auch die Gläubigen in seinem Wirkungsbereich beschützen zu können.
Sollte ein angehender Druide Talente im Bereich des Kriegshandwerks oder der Taktik zeigen, so übernimmt der Ratsjüngste hinsichtlich dessen Ausbildung die Aufgaben des Ratsmittlers.

Dieser Hohe Rat ist der Kopf und die Entscheidungsgewalt eines Zirkels, macht jedoch oft nur seinen kleinsten Teil aus. In vielen Zirkeln ist ihm eine Vielzahl Druiden untergeordnet, von alten und weisen, über talentierte Jünglinge, bis hin zum Nachwuchs, welcher erst in den Lehren der Mondwächter unterrichtet wird. Die meisten Zirkel legen auch Wert darauf, zumindest einen Barden und einen Vaten in ihren Reihen zu wissen. Darüber hinaus gibt es noch die Wanderdruiden, welche zwar einem Zirkel angehören, aber aus eigenem Wunsch oder auf Geheiß des Rates durch die Welt wandern, um dem Zirkel auf diese Weise zu dienen.
Auch wenn der Rat es ist, der letztendlich alle Entscheidungen trifft, so wird dennoch zumeist ein Teil, oft aber der vollständige Zirkel, in die Entscheidungsfindung einbezogen.

Aufstieg im Zirkel

Wie bei allem Anderen ist es hier der Rat, welcher das letzte Wort hat und entscheidet, ob ein neuer Druide aufgenommen wird oder welchen Rang ein Druide im Zirkel bekleidet. Allerdings werden auch diese Entscheidungen für gewöhnlich gemeinsam mit dem Zirkel getroffen - besonders auf die Wünsche bestehender Mitglieder wird dabei möglichst Rücksicht genommen.

Der Aufstieg in den Hohen Rat selber gestaltet sich allerdings etwas anders. Sollte ein bisheriges Mitglied versterben, so steht es jedem Druiden des Zirkels frei, seinen Wunsch zu äußern, selbst ein Mitglied des Hohen Rates zu werden. Für gewöhnlich tun dies nur erfahrene und langjährige Mitglieder des Zirkels, allerdings soll es hier auch schon Ausnahmen gegeben haben. Sobald sich alle Interessenten gefunden haben, wird im Zuge einer ausgedehnten Feier - welche stark mit Ritualen und Gebeten durchsetzt ist - in der Gemeinschaft entschieden, welcher der Bewerber die besten Fähigkeiten für den Sitz im Hohen Rat mitbringt und damit für den Zirkel als Ganzes am besten wäre. Meist werden hierbei auch die Vaten mit ihren Runenknochen zurate gezogen.

Aufgaben und Wirkungsbereiche

Die meisten älteren Zirkel sehen sich als Erben eines der unzähligen Stämme, die vor der Erschließung Amhrans und dem Machtgewinn der Kirche Mithras' den Kontinent bevölkerten. Da sie bereits lange vor der Einteilung Amhrans in die verschiedenen Lehen existierten, agieren sie oft auch grenzübergreifend. Dies kann man zum Beispiel sehr gut beim Rabenkreis betrachten, einem der ältesten Zirkel überhaupt, welcher neben Ravinsthal auch in Teilen Servanos und sogar Candarias Einfluss besitzt.
In politischer Hinsicht erkennen die Zirkel die Lehensgrenzen heute allerdings an und es finden sich nur noch sehr vereinzelt Druiden, welche den neuen Grenzverläufen irgendeine Form der Abneigung entgegen bringen.

Jüngere Zirkel hingegen fehlt diese historische Bindung an alte Stämme. Sie bilden sich oft nahe kleiner Dörfer und Weiler, die weit abgelegen oder nur am Rande des Einflussgebietes eines anderen Zirkels liegen. Vor allem in Gegenden, in denen solche Dörfer schnell wachsen, kommt es auch vor, dass ein alter Zirkel einen Teil seines Gebietes zugunsten eines neuen Zirkels abgibt. Vertritt ein neuer Zirkel allerdings andere Meinungen als ein bestehender, führt dies oft auch zu Konflikten zwischen den Zirkeln.