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Der Rabenkreis

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Einleitung

Der Rabenkreis ist einer der ältesten und größten Druidenzirkel Amhrans. Die Druiden in seinen Reihen können auf ein Jahrtausende altes Wissen zurückblicken, welches sie an jeden neuen Druiden weitergeben. Seine Hauptaufgaben sieht der Rabenkreis natürlich, wie alle anderen Druidenzirkel auch, in der Ausbildung neuer Druiden und der Führung der Mondwächter. Allerdings bemüht sich der Rabenkreis wie nur wenige andere Zirkel darum, die Ausbreitungen der Mithraskirche so klein wie möglich zu halten.
Besonders in den ersten Tagen der Erschließung des heutigen Ravinsthals kam es dabei teilweise zu gewalttätigen Zusammenstößen; man setzte jedoch bald mehr auf politische Einflussnahmen und geheimes Ränkeschmieden. Heute haben die Druiden des Rabenkreises, besonders in Ravinsthal, großen Einfluss auf die Politik, und es wird gemunkelt, dass sie im Geheimen sogar mehrere Machtpositionen in anderen Lehen bekleiden.

Sonderstellung

Obwohl er als gewöhnlicher Druidenzirkel gegründet wurde und auch heute noch in einigen Bereichen Ravinsthals die üblichen Aufgaben eines Zirkels ausführt, hat der Rabenkreis im Verlauf der letzten Jahrhunderte dennoch eine Art Sonderstellung erlangt. Anders als andere Zirkel, die nur selten über die Grenzen ihres Einflussbereiches hinaus agieren und dort von anderen Zirkeln kaum geduldet werden, wird der Rabenkreis oft auch außerhalb seiner eigenen Gebiete willkommen geheißen. Dies liegt insbesondere in seiner einstigen Größe und dem damit einhergehenden Erfahrungsschatz begründet, aber auch darin, dass der Rabenkreis außerhalb der eigenen Gebiete nur unterstützend auftritt und sich, abgesehen von seinem Engagement in Wirtschaft und Politik, nicht ungefragt in die Belange der ansässigen Druiden und Gläubigen einmischt.

Historische Entwicklung

Ursprünglich diente der Rabenkreis jenen Gläubigen, die grenzübergreifend in der Nähe der heutigen Ravinsthaler Hügelgräber lebten. Da er also schon zu seinen Anfangszeiten den Sippen und Stämmen mehrerer Lehen zugleich zur Verfügung stand, wuchs er rasch an, um der Anzahl der Anhänger seines Einflussbereichs gerecht zu werden.
Im Zuge der Eingliederung Ravinsthals in das Königreich und der damit einhergehenden anfänglichen Angst vor einer Ausbreitung des Mithrasglaubens weitete der Rabenkreis seinen Einfluss auf den Rest Ravinsthals aus, um den Gläubigen dort gegen diese neue Religion beizustehen. Gleichzeitig legte er damit auch den Grundstein für den friedlichen Widerstand gegen Mithras und seine spätere Sonderstellung unter den Druidenzirkeln.
In den kommenden Jahren begann der Rabenkreis zudem damit, seine Druiden weiter nach Servano hinein zu entsenden, bis er schlussendlich sogar über dessen Grenze hinaus, in Candaria, etabliert war.

Niedergang

Es war im Jahr 1356, kurz vor Ende des Monats Lenzing. Das Fest der Welten war grade vorbei - beinahe alle Druiden des Rabenkreises hatten sich für die Feierlichkeiten in Ravinsthal versammelt. Die meisten von ihnen hatten nicht nur die drei Festtage mit Diensten bei den Sippen verbracht, auch die Tage zuvor hatten schon zur Vorbereitung gedient. Jetzt waren sie erschöpft, erholten sich in ihrem Lager nahe der Hügelgräber, als es geschah.
Niemand im Volk weiß genau, was in dieser Nacht passierte - doch war der Rabenkreis, als Tags darauf Gläubige für ein Ritual kamen, verschwunden. Der Boden blutgetränkt, zerstückelte Leichen, verwüstete Hütten - es sah aus wie auf den schlimmsten Schlachtfeldern. Die Kunde über dieses Gemetzel verbreitete sich rasch, es gab zahlreiche Gerüchte - ein Überfall fanatischer Anhänger Mithras', eine Raubritterbande, die durch das Land zog, oder auch Geister aus den Hügelgräbern selbst, die wieder auf Erden wandelten. Bald breitete sich eine Panik unter den Gläubigen aus, die alsbald der Verzweiflung ob des Verlustes ihrer Druiden wich. Lediglich einige wenige Wanderdruiden konnten unter schwerstem Einsatz dafür sorgen, dass mit der Zeit wieder eine Art Alltag entstand.
Es sollte beinahe ein Jahr vergehen, ehe einige überlebende Druiden wieder in Erscheinung traten. Nach dem Niedergang hatten sie sich zurückgezogen, ein Versteck gesucht und über die Vorfälle wie auch über die Zukunft beraten. Zwar waren sie daraufhin zu ihren Sippen zurückgekehrt, dennoch drangen keinerlei Informationen über die Vorkommnisse aus ihren Kreisen nach außen. Auch mieden sie von da an, wie auch alle gewöhnlichen Gläubigen, den scheinbar verfluchten Boden der Hügelgräber vollständig.

Heutige Struktur

Genau wie alle anderen Druidenzirkel wird auch der Rabenkreis von einem Ratsältesten, einem Ratsmittler und einem Ratsjüngsten geführt. Darüber hinaus gehörten dem Kreis in seiner ursprünglichen Form noch zahlreiche weitere Druiden an. Wenn der Rabenkreis vor den Ereignissen im Jahre 1356 jedoch noch jeden anderen Zirkel an Größe deutlich übertraf, so ist er heute nur noch ein Schatten seiner selbst. Zwar mehrten sich die Druiden, die ihm angehören, im Laufe der Jahre wieder, doch ist die Mitgliederzahl des heutigen Zirkels nicht im Entferntesten mit der der früherer Zeiten zu vergleichen.
Als allerdings im Jahr 1399 die Hexerkeuche erneut in Servano zu wüten begann, machten sich große Teile des verbliebenen Rabenkreises auf, um den Gläubigen in Servano beizustehen und bei der Suche nach einem Mittel gegen die Seuche zu helfen. Jedoch wurden auch sie von der Schließung der Ravinsthaler Grenze überrascht - und sitzen nun ebenso in Servano fest wie unzählige andere Menschen auch, wo ihnen keine andere Wahl blieb, als ein provisorisches Lager an einer Grenztaverne aufzuschlagen.
Der Rabenkreis als Ganzes hat sich, nach den Turbulenzen der letzten Jahre, wieder an der Siedlung Rabenstein niedergelassen und ist in sein altes Heim, oben auf den Klippen, zurück gezogen. Nun leben sie wieder offen unter den Gläubigen und umsorgen die wichtigen Schreine und Ritualplätze. Es scheint sich allmählich wieder Normalität einzufinden und der Druidenzirkel erstarkt mehr und mehr, wenn auch langsam.

Funktion

Die Funktionen und Aufgaben des Rabenkreises lassen sich grob in vier verschiedene Bereiche aufteilen. Die ersten drei Bereiche sind die klassischen Aufgaben aller Druidenzirkel - erstens die Ausbildung und Aufnahme neuer Druiden, zweitens die Behütung und Weitergabe des Wissens der Mondwächter und drittens die geistliche Führung sowie politische Beratung der gläubigen Mondwächter.
Ein vierter Bereich hebt den Rabenkreis überdies von vielen anderen Zirkeln ab und ist vor allem in seiner Historie begründet: Nach den ersten Auseinandersetzungen mit Mithraspriestern machte es sich der Rabenkreis zur Aufgabe, den Glauben der Mondwächter zu stärken wo es nur möglich war, sowie durch geschickte politische Einflussname und Intrigen die Position der Mithraskirche zu schwächen.

Historie

813 v. M. - Eine kleine Gruppen Druiden lässt sich im Bereich der heutigen Hügelgräber nieder, um den in der Nähe lebenden Mondwächtern als Zirkel zur Verfügung zu stehen.

433 v. M. - Der "Zirkel des Habichts" führt erbitterte Kämpfe gegen den Rabenkreis, welcher dadurch fast vollständig ausgelöscht wird. Nur langsam erholt er sich nach diesem knappen Sieg.

200 v. M. - Nahe seines Lagers errichtet der Rabenkreis die Hügelgräber, um dem Großhäuptling Lorenus Trachentod eine angemessene Ruhestätte zu bereiten.

um 270 - Durch die Befreiung Candarias gibt es nur noch wenige Anhänger des dort ansässigen Greifenkreises. Als die Letzten von ihnen sterben, übernimmt der Rabenkreis auch weite Teile dieses Lehens als Einflussgebiet.

972 - Durch die Inquisition in Candaria verängstigte Bevölkerung konvertiert vermehrt zum Mondwächterglauben. Der Rabenkreis wächst auf seine bis heute unübertroffene Größe an.

1356 - Kurz nach dem Fest der Welten wird das Lager der Druiden während der Nacht von den Hügelgräbern aus angegriffen. Viele Druiden sterben während der mysteriösen Geschehnisse. Die wenigen Überlebenden fliehen in einen neuen, geheimen Unterschlupf.

1399 - Der verbliebene Rabenkreis schickt seine wichtigsten Druiden mit einem kleinen Gefolge nach Servano aus, um den dort lebenden Gläubigen beizustehen und auch an einer Heilung für die Seuche zu forschen.